Nach löblichem Gebrauch, die meisten Produckte desmenschlichen Wissens müsstg dastehen, und sogarsorgfältig verwi chet werden, damit sie ja niemandlese; auch die angeschlagene Ercvmmmücationenalle Mauserey verhüten; besonders aber die Eigen-thümer nicht den geringsten Gebrauch von ihrenSchätzen machen, und weniger vermittelst der Wis-senschaft die sie selbst besitzen , als mit derjenigendie in ihren unzählbaren In Folio steckt, für ge-lehrt passiven wollen.
Neuntes Capitel.
Das Studium der Gottesgelahrrheit, Rüchm-geschichte, und des CanonischenRechts betreffend.
Es ist für das Gemeine Wesen wichtiger als mangewöhnlich glaubt, wie diese Wissenschaften behan.delt werden. Wenn die Studi. enden sich mit dergehörigen Unpartheylichkeit darüber hermachen; wennsie aus ächten Quellen schöpfen, richtige Prmcipiafestsetzen, und beständig ihre Vernunft dabey wal-ten lassen; nun so geht alles gut; und wir bekom-men im Staate gelehrte, kluge, bescheidne, un-partheyische, duldsame und menschenfreundlicheGottesgelehrte, Geschichtschreiber und Canonisteu.Hingegen behüt' uns der Himmel vor andern diesesHandwerks, welche gerade den entgegengesetzten Wegeinschlagen , sich auf gedachte Sctenzm ohne Ur-