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ist der Mann endlich, der sich der unermeßlichenArbeit eines ächten Theologen unterziehe; bald inden Geist der ersten Christenheit eindringen; balddie Lehren der verschiedenen alten Kirchen im Orientund Occident genau prüssen, die Wahrheit unterden mancherley Traditionen herausfinden, und al-lenthalben das Wahre von dem Falschen gehörigsondern kann und will ? Hören wir nicht vielmehrtäglich unsre berühmteste Gottesgelehrte das unsin-nigste und einfäitlgsie Zeug behaupten, das je in ei-nes Menschen Her; aufgestiegen ist? Stehen nichtauf den Canzeln der vornehmsten und aufgeklärte-sten Städte unsers Weischlands, wo sonst alle an-dere Künste und Wissenschaften blühen, Prediger,die Euch mit einer bewundernswürdigen Unver-schämtheit auf ihr Gewissen versichern: Daß, eineCarmeliterkutte tragen, täglich den Rosenkranz be-ten, die Mutter Gottes und St. Antsni flüssig an-rufen, und sich endlich dem H. Januar blindlingsanvertrauen u. s. ft spvrrnstreichs ins Paradiesführe? Denn, obgleich wir es den Protestanten nichteinräumen wollen, daß die römische Kirche derglei-chen Possen lehre, so wissen wir darum uicht weni-ger , daß unsre Bischöffe, Erzhrschöffe,'ja die Päpsteselber nichts dagegen einwenden, wenn solch gottlo-ses und abergläubisches Zeug geprediget wird: UndLaß noch keiner unsrer Kanzelredner deswegen wärezu Red gestellt, oder zum Widerruffe gczwungwworden. -
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