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fünde Hermetwutick überhaupt, und die theologischeCritick und Schriftauslegung insbesonderö: LauterKeurttnisse die ein ächter Gottesgelchrter nothwendigzu besitz- n braucht.
In Ansehung dieses theologischer, Studiums nunLA vornehmlich dahin zu trachten, daß man zu derhohem Gottesgelehrtheik niemanden zulasse, als der-gleichen Subieckte- welche die Natur selber mit aus-serordentlichen Talenten und «„ermüdetem Arbeits-eifer ausgerüstet hat. So muß ferner niemals ge-stattet werden, daß emicherley theologische Schrif-ten unter die Presse kommen, sie haben dann einensolchen Gottesgelehrten im eigentlichen Sinne zumVerfasser. Dieses kann aber leicht geschehen, wennder Priesterstand überhaupt auf eine geringe aberauserlesene Zahl rechtschaffner und gescheuhter Män-ner gesetzet wird; besonders aber wenn man solcheLeuthe zu Censoren erwählt, die nicht nur gelehrt,sondern auch geneigt sind, diejenigen Gesetze zu voll-ziehen , welche ihnen entweder der Landesherr sel-ber, oder, aufsein Erfodern, ein Synode der Geist-lichkeit zur Vorschrift geben wird; welche Gesetzeder Religion, d. i. dem Staate selber, im höchstenGrad zuträglich seyn müssen. — Andre Subjecktevon mindern Talenten und geringerm Fleisse dage-gen, müssen für immer und sorgfältig innert denSchranken der pracüschen Gottesgelahrtheit blei-ben. Dabey aber soll es ihnen nnbenohmen seyn,sich zugleich auch auf andre Scienzen zu legen.Der Grund hievon ist dieser: Daß man nur im