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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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114
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Leulhen nur die Lectirr des Bester». Die griechi-schen und alten lateinischen Poeten sollen ihre ein-zige Muster in der Dichtkunst seyn, und durchauskein neuerer Dichter in dieser Sprache, so groß seinRuff immer seyn mag, bey ihnen geduldet werden.Für die weltliche Beredsamkeit seyen ihre Lehrerdie Socrates, Eschines, Cicero, und Quintilian.Für die Geschichte Herodot, Thucydides, Polyb,Livius, Sallust, Tacitus, Plutarch. Dagegenmögen sie in der Weltweisheit immer unsern beßtenneuernPhilosophen, besonders dem göttlicher! Neutonden Vorzug geben; darum aber die Philosophie derAlten nicht gänzlich verabsäumen. So sind z. B.die Gespräche des Plato und verschiedenes im Aristo-teles allerdings des größten Nachdenkens würdig;und ein Sextns Empiricus, ünd Cicero können den-jenigen manches Licht geben, 'die sich auf die Meta-physick oder Naturkunde legen wollen. Vorzüglichaber ist unsern Studierenden, aus asten Kräftendie Moralphilosophie der Altert zu empfehlen; denndiese Wissenschaft ist es, die unter allen am mei-sten dient, das Herz der Jugend rein zu bewahren,und ihrem Kopf richtige Grundsätze und kluge Ma-ximen beyzubringen, die eben so nöthig sind, umein glückliches Privatleben zu führen, allS um einGemeines Wesen gehörig einzurichten , oder dieIu-ftitz unter seinem Volke zu verwalten. SolchenZweck aber zu erreichen, müssen für diesen edel-sten Theil der Weltweisheit Lehrer erwählt wer-den, die ihre Kenntnisse nicht bey Schulfüchseri,'

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