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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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117
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Also wird ein Landesherr änsserft besorgt seyn, dieCollegien mit solchen Rechtsgelehrten zu versehen,welche mit einer richtigen Urcheiiskraft, und mitdem behörigen Scharfsinn das Wahre von dem Fal-schen zu sondern, eine herrschende Neigung für dteunpartheyische Verwaltung des Iußitzwesens, undhinwieder den lebhaftesten Abscheu gegen alle Cabba-len, Wortklaubereyen und Sublimaten der römi-schen Rechtsgelehrtheit in ihren Herzen nähren;als welches Sophlstenzeug die eigentliche Quelle al-ler jener Rabbnltsteuräuke, Dummheiten und Be-truges ist, die heut zu Tage in unsern Gerichtssä-len im Schwange gehen: Wie solches pilati inseinen Betrachtungen über das Natur- und bürger-liche Gesetz sonnenklar bewiesen hat.

Nur aus solchen Pfianzschulen, wie wir obenvorgeschlagen, werden mit der Zeit Männer hervor-treten , die durch Predigtet!, durch ihren Umgangim täglichen Leben, durch ihre Schriften, haupt-sächlich aber durch ihren Wandel und ihre Werke,das reine Licht der Wahrheit über ganze Staatenausbreiten, und die Nebel der Vornrtheile und desAberglaubens aus allen Winkeln zusammenjagenpnd zerstreuen werden. Und nur auf diese Weisewerden Unwissenheit und Blindheit allmälig ausunserm Italien ohne Lernt und ohne Aufruhrweichen.

Auch die Academien und andre gelehrte Gesell-schaften sind dienliche Mittel zu diesem Zwecke,wenn sie viele und geschickte, oder doch wenigstens