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--sagt hier der dumme Mönch, wie stark die Nei-„guug der Menschen ist/ anderer Fehler zu tadeln?„So weit auch die Sonne von uns entfernt ist/„und so glänzend ihre Strahlen sind/ so hat doch„zuletzt der Mensch Flecken in derselben entdeckt,„selbige aufgezahlt/ sie mit allgemeinem Beyfall„bekannt gemacht / und mit eitlem Stolze getadelt /„und dadurch klar bewiesen / wie sehr sich jeder be-„triegt/ welcher entweder durch die Erhabenheit sei-„ner Würden und seines Ansehens / oder durch ei-„nen langen Rnff von Rechtschaffenheit / diesem„strengen Richter zu entgehen Host. „ Haben Siebemerkt / mein lieber Giuseppe / wie artig undgeschickt der Mann diejenigen/ welche die Fleckender Sonnenscheibe untersuchen / mit denen zu ver.gleichen weiß/ welche die Fehler der Menschen ta-deln : Seines Erachtens ist beydes im höchsten Gradetollkühn/ und Segnen ist eben so geneigt denjeni-gen zu verdammen / welcher die Sonnenflecken auf-sucht / als den/ der ein Geschäfte daraus macht,die Fehler eines durch Würde und Reinigkeit derSitten angesehenen Mannes mit niedriger Bos-heit aufzudecken. Newton also/ der die guten undschlechten Eigenschaften der Sonne und anderer Ge-stirne mit der grösten Sorgfalt und Aufmerksamkeituntersucht / wäre diesem Maaßstab zufolge der gra-ste Verleumder und Schmäher gewesen. Em wenigweiter in eben dieser Predigt wird die Schönheitder Seele mit der Schönheit eines Weibes vergüe-chen; es ist wahr, nur durch einen Schluß cle mi-