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Von einer Reformation in Italien : oder von den Mitteln, die gefährlichsten Missbräuche und die schädlichsten Gesetze dieses Landes zu verbessern / [Karl Antonio Pilati]
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278
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Erde wand, und ganz rasend schien: Alle Anwe.sende erschracken, und die Dame würde mehr todals lebend nach Hause gebracht» In möglichsterGeschwindigkeit wurden mitten in der Nacht Aerzteberuffen, Ueberschlage gemacht, Salben gebraucht;aber alles vergebens. Wie wortreich doch derMann ist, wie ängstlich er alle kleinen Umständeanführt; doch vergißt er bey allem dem eine Haupt-sache , die wirksamste Arzney für diese Krankheit,und welche doch gewiß gebraucht worden, ich meynedie Clistiere: Eine wichtige Unterlassungssünde ineiner sonst so genauen Erzählung, welche mir umso viel unbegreiflicher vorkömmt, da ich versichertbin, daß keiner von unsern jetzigen geistlichen Red-nern so etwas ausgelassen haben wurde. Es bliebalso, fährt Segneri fort, bey dieser betrübtenLage der Sachen nichts anders übrig, als sichan die geistlichen Aerzte zu wenden, zu welchendoch zuletzt immer alle und selbst diejenigen ihreZuflucht nehmen müssen, welche sie sonst verachtetund verspottet haben. Der Geistliche kömmt: Erwar ein sehr bescheidener Mann (also gewiß keinMönch), Er sieng ganz sachte an, der Krankenvon der Beichte zu reden. Sicher war es einWeltpriester; denn ein Mönch fangt seine geistlichenVerrichtungen mit wüthen, schreyen und heulen an.Er ermähnte Sie, die eitele Liebe, die Ansgelaftsenheit und Pracht, um welcher willen Gott sie der-mal so liebreich heimgesucht hätte, ins künftigevon ganzem Herzen zu verabscheuen. Doch Sey-