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lassen, die, wenn man sie gehörig unterstützen undhochachten wurde, einen ganzen Staat blühendund glücklich machen könnten. Die Catholisch Deut-schen Universitäten haben in diesem einigen Puncteine bessere Einrichtung; die Professoren derselbensind meistens stark salarirt, und haben nicht nöthigfür ihr Brod ängstlich zu sorgen, und oft gemessenfte mehr Achtung, als sie werth sind.
Doch es ist Zeit zn enden : Mein Brief ist schonso lange gerathen, daß ich fürchte, die guten Leu-the, welche immer ein bestimmtes Maaß und Ge-wicht für Briefe bey sich tragen, möchten böse wer-den, wenn ihnen der gegenwärtige zu Gesichte kommt.Doch stoßt mir in diesem Augenblick etwas auf ,das ich Ihnen noch sagen muß : — Ich habe in die-sem Brief verschiedene male von unsern Landesleu-ten geredet, welche in fremden Ländern bald Kupp.ler, bald Sprachmeister vorstellen; und in die.sem Augenblick bekomme ich ein Buch von einemdieser Leute — Das lustigste Ding, so ich je ge.sehen habe — Ich muß Ihnen doch davon Nach-richt geben. Der Titel des Buchs ist: Fabeln undErzählungen des berühmten Gellerts in Tosca-nisch- poetische prost übersetzt von G- I. G.von Fraporta, Professor der Italienischen Spra-che an der Hohen Schule in Leipzig. — HabenSie doch das von bemerkt, welches vor dem Zu-namen Fraporta steht? Dieses von, welches dieDeutschen und Franzosen allemal für den Zuna-men der Edelleute setzen, bey unS hingegen ganz