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iier Derer mn Wagen noch Reirmr gestört mer-ken , am sen sänken uele alte Männer cktitn-e,eckigen Hürm unv schnallen auf »m Schu-hen, iruler am Arcaden einige kleine tädm. wt»n >inem Lande. -n welchem der Handel noch mi^nnleben .väre, reine Soldaten und Polizetdimerwie wnst überall m Paris, kirrz eine Art idealenmv idvllischm Zustandes, wie rium ihn m dieser ,Sradt >'onst nirgends gewahr wird! Wir gingenaber ne Boulevards, m mannigfaltig und eigen-tümlich itder rür sich, nach der Place Vmvsme, .wo wir aor aer Säule mit sem srandbilde Na---ieons verweilten, me »ine wie Zierde dieses ;chonen Platzes st, uns aber, m vergleiche zuoer Troste '»irres Mannes und seinem wunder-baren ^erclucke, nicht erbabm und charakteristischgenug n-schjea.
Lenesiq in alter Zett.
-llün L. Mühlbach.
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Es war Festtag. Jubeln und Jauchzen ourck-challte Vmedig, diese aus sm Wellen hervorge-rerene sradt. ein fröhliches Gewühl von Gon-dln bewegte sich auf sm kanalm, und der Ge-lang >er Gondoliere begleitete ractmäßig ihreKuderschläqe. schöne Frauen, deren schwarzeMaske nur sm untern Theil des Gesichtes unbe-deckt ließ, nahten nachlässig auf oen welchen Pol-stern ibrer geöffneten. mit goldenen Zierratbenand klanglichem schnitzwerk verzierrm Gondeln,und durch die Maske leuchteten ibre glühendenklugen liebestrahlend zu ihrem kicisbeo hin. derntt sem seirmvotster, die Zither am Ann. lagund leisen Augen an dem Black oer schönen Frauallein zu bangen schien. Musik erschallte vona»b und kern. und wie die reichen mir Blumengeschmückten Gondein, abne einander zu berühren,vorüberschössen, wie nur aubel und Freusmröneaurch dle 'ufr erschallten, wie Alles nur oa zusein schien um oer Freude und aes Lerqmaqenswillen, halte man glauben sollen, ganz Vmedigarbme nur Lust und Glück. Auch schien oas hei-tere Volk der Denerianer ganz vergessen zu ha-ben, daß noch eine andre Macht als ste 'Aber dieStadt beherrsche. Ihre Lieder verstummten nickn,selbst nickt vor dem großen Togmpalaste, oerumist und still, wie der Rarb der Zebn, auf dasjubeln und Treibm des großen Kanals hinab-blickte. ja selbst wenn die Gondeln an der Ponresei Sosviri, an oen Prigioni vvrüberglitten,blickten die Augen der in dm Gondeln Sitzendenfröhlich und mumer, und ihre Herzen gedachtennicht oer Unglücklichen, oie verzweifelnd vielleichtin diesem Moment über die gehermnißvolle Brücke !
oabittfchtitten, um in oen niemals wieder sichibne« öffnerü»n Prtgiont, in oen Kerkern, diehalb mit Wasser Milkt, in oeraen Unken undMolche vie einzige- Gesellschaft oer so lebend ausder Welt Geschiedenen und Begrabenen, ihreTage hinzusckmachten. Von der gnsel Giudecca,die mitten im großen Callal, eine zweite Stadt,m oer Stadt liegt, schallte durch oa» fröhlicheJauchzen der Gondoliere feierlicher Gesang her-über, denn oie Pforten oer Kirchewaren weit geöffnet, und oie Abendmesse hattedie Andächtigen zum Gebete vereinigt. Es warheute oas Fest Mariä Htmnrelsahrt, und die fest-lich erleuchteten und geschmückten Kirchen warenüberfüllt von Andächtigen und Betenden.
Die Sonne war längst schon hinabgesunkenin das adriattsche Meer, Abendnebel umhüllteoie Stadt, das Leben auf den Kanälen ver-stummte, nur hin und wieder glitt leise und eiligeine Gondel daher, vernahm man den mahnendenRuf des Gondolieres beim Biegen um eine Ecke:„stritt«,, «tritt«,," oder erklangen die Melodienihrer Lieder. Aber während die Kanäle veröde-ten, war ein desto regeres Leben auf dem Mar-cusvlatze.
Unzählige Gondeln lagen vor der Piazetta, !es schien ganz Venedig habe ihre Bevölkerungauf diesen Punkt zusammengedrängt. Schon inder Ferne konnte man den rauschenden Jubel ver-nehmen, das Singen und Schreien, das Tobentz« Kröhlichkecr. Kem Veneuaner, uns sei erauch noch so arm, würde es sich versagt haben,um die achte Stunde jedes Abends die Piazza,diesen Sammelvlatz Venedigs, zu besuchen, undnur die Kranken und Schwachen blieben seufzendoabeim. Gin Glanz von Lichtern und Lamvenerhellte den großen Platz und sein marmornesPflaster, und in den Saulengängen, die auf dreiSeilen die Piazza begrenzen, wogte die Mengebin und wieder. Hier saßen im glänzenden Kaffee-hause unter oen Kolonnaden schöne-Frauen, imoracktvollm Anzüge der höbern Stande, undblickten aufmerksam und neugierig umher, Allessebenv, Alles gewahrend, während sie selbst durchsie verbüllenve Maske jedem neugierigen Blickeunkenntlich waren. Nur zuweilen schob sich ver-stohlen sie Hanv aus dem Schleier hervor, undlüttere oie Maske ein wenig, und der Vorüber-gebenve erkannte das Mädchen, das er liebte, ihrestrablenven Blicke und ihr lächelnder Mund mach-ren An Herz bober klopfen, und zu ihr tretend,begann das glückliche Paar jenes Liebesgespräcb,
^ das nur den feurigen Kindern Italiens bekanntist, das mehr mir Blicken, mit Bewegungen, miteinem Senken und Aufschlagen der Augenliever,als mir Worten spricht. Tort Hai der Improvi-sators auf einem erhöheren Sitze Platz genoni-
neu, md preiset in wohlgesetztm Versen sieM«rcktk und den Ruhm Venedigs, und die sichkierzudrängende Menge gielu mirch lautes Bravo,bravo ihren Beifall zu erkennen , hier hüvrenzum Klang der Mandoline fröhliche Mädchen «erniederen Stände umher, Haupt und Hals sorg-fältig mit der schwarzen Zendale verhüllt, ausder nur die Augen herdsrstrahlen. Dort FristenMit heftigen Aeelänrationen und lebhaftem Mie-nenspiel ein Mann und ein Weib unter sein Zu-jauchzen der Menge Scenen aus irgend einembeliebten Lustspiele auf, sich bekreuzend, wennoer Priester vorüber schreitet, und endlich ermat-tet hinsinkend, um andern Künstlern Platz zu«machen. Und^mtt seiner kleinen Pfeife imMunde, in seiner gestreiften, um den Leib voneiner rothen Binde zusammengehaltenen Weste,mit den weiten weißen Beinkleidern liegt wohlge-fällig lächelnd der Gondoliere auf dem marmornenPflaster der Piazetta und schaut in behaglichsterRuhe dem Treibm zu. Zwischen dm Säulender Piazetta, deren eine auf ihrer Spitze dmgeflügelten Löwm, das Wappm Vmedigs, derenandere die Statue des heiligen Marcus, desSchutzpatrons der Stadt, trug, hatte ein Gaukler^ seine Bühne aufgeschlagen, und erregte durch; feine sfttsamm Grimassen, seine burlesken Spaßedas lauteste Lachen des horchenden Volkes.
„Er treibt es zu arg," sagte Gianettino, ei-ner der hingelagertm Gondoliere, kopfschüttelndzu fernem Nachbar, „gieb Acht, ehe die Sonnewiederum aufgeht, kostet er das Salzwasser derLagunen."
! „I^«N paura, non pmira," lachte Tony, „ha-
! bm wir nicht unsere Privilegien, unsere Rechte,sind wir nickt eine Republik, wer kann uns et-was anhaben? Dank sei es unsern Gesetzen, wir! sind freie Männer!"
» „Ja, ja," sagte der Andre, „ich kenne unsre^ Gesetze, und ick weiß wohl, Nettino. daß wir das§ Privilegium haben, zwischen diesen Säulen alle! unsere sonst verbotenen Spiele zu halten und ;u» reden, wie wir dmkm. Aber «orpo äi! wir bleibm nicht zwischen diesen Säulen, und,"i setzte er flüsternd hinzu, „Tu weißt, die Drei»
! männer haben Ohren, die Alles hörm, was in! Venedig vorgeht, und Hände, die überall hinrei-! chm."
! Ein laures Gelächter unterbrach Tonn, dasVolk applaudirre mit Handen und Füßen, vor! Entzücken um sich schlagend, einem neum Witz-^ worre des G^ruklers, der, auf seiner Bühne mit dm» lebhaftesten Gestikulationen uncherspringend, eine^ ganze Komödie aufzuführen schien, bald diesen,i bald jmm Ton der Stimme annehmend, baldseine Gestalt demüthig zur Erde neigend, und mirzitternder Stimme sprechend, bald sich hoch auf-