Band 
1840, Juli-Dezember.
Entstehung
Seite
748
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(^Ankündigungen.

Auch für das Jahr 1841 erscheint die

Oraunschweigitche Morgenzeitung,

redigirt non Nr. F. Steger.

Der steigende Beifall des Publieuins, die ehrende Anerkennung in andernZeitschriften, die entschiedene Haltung, welche die Morgenzeitnng der Literaturund dem Leben gegenüber einnimmt, ein großer Kreis ausgezeichneter namhafterMitarbeiter, werden dieser Zeitschrift auch für die Folge die Theilnahme desgebildeten deutschen Lesepublicums sichern. Interessante Erzählungen, gediegenePoesien, gedrängte cultur-hisiorische Berichte, eine rasche Besprechung der neue-sten literarischen Erscheinungen, sowie gründliche größere Aufsätze zur Erklärungder verschiedenen Richtungen in Literatur und Leben werden auch für die Folgeden Hauptbestandtheil des Blattes bilden. Von besondrem Interesse dürfte nochdas bis jetzt völlig neue, bei keiner andern Zeitschrift erscheinendehumoristisch-satyrischeCarikaturenblatt sein, welches in beißen-der Scharfe die sich darbietenden Verkehrtheiten geißeln wird.

Wöchentlich erscheinen vier Nummern in gr. 4., und je eine Woche umdie andere außerdem ein besonderes Literaturblatt. Der Preis beträgtjährlich 8Thlr., wofür die Morgenzeitung durch alle Buchhandlungen, Postämterund Zeitungserpeditionen zu beziehen ist.

Mit dem heutigen Tage sind ProbeNUMMerN versandtworden. Braunschweig, im Decbr. 1840.

G. C G. LNeyer se»., Verleger der Morgenzeitung.

BeiJ. F. Hammerich in Alts na ist erschienen und in allen Buch-handlungen zu haben:

DesÄ^sErens Merlan

Ein Roman

8. Muhlbach.

Pr-i« 1 Thlr. 12 Gr.

Diese neue Dichtung der Verfasserin von „ Frauenschicksal" und „Zug-vögel" behandelt in sehr interessanten und anregenden Bildern eine Bekehrungs-geschichte der allerneuesten Zeit. Die Verfasserin thut hier unter der ansprechen-den Form der Dichtung tiefernste Blicke in das innere psychologische Leben derGegenwart und führt zugleich in eine buntbewegte Welt von Ereignissen undCharakteren, in deren glänzender Entfaltung die Verfasserin von Neuem ihrjugendlich lebensvolles Talent bewährt hat.

Jury,

Schwur- oder Geschworenengericht

als Rechtsanstalt

und

als politisches Institut.

D i e

großen Gebrechen unserer deutschen Strafrechtspflege

und

das Schwurgericht

als das einzige Mittel, ihnen gründlich abzuhelfen.

C. Th. Welcker.

gr. 8. Altona, Hammerich, 1840. geh. 20 Gr.

Cousin's Reise nach Holland.

In allen Buchhandlungen Deutschlands, Oesterreichs, der Schweiz,Hollands und Dänemarks ist zu haben:

Cousin, ll. (Staatsrath),

Reise nach Holland,

besonders in Beziehung auf den

öffentlichen Unterricht.

Aus dem Französischenvon

vr. I. C. Kroger.

2 Bände. gr. 8. broch. 3 Thlr.

Es ist ein freudiges Gefühl, Lei der großen Masse werthloser literarischenErscheinungen auch hin und wieder ein Werk hervorgehen zu sehen, das in jederBeziehung classisch genannt werden kann. Cousin hat durch seine Berichteüber das Schulwesen in Deutschland bekundet, wie er mit außerordentlichemGlück und umfassendem Geiste eine Bahn betreten hat, die ihm vorzugsweiseangewiesen zu sein scheint. Diese jetzt erschienene Reise über Hollandübertrifft womöglich noch an klarer Darstellung, an überraschenden Reflexionenund Mittheilungen die Berichte über Preußen.

> Nicht allein Staats- und Schulmänner, sondern jeder gebildete Leser wirdmit der gespanntesten Aufmerksamkeit diese Reise verfolgen und mit Bewunderungüber die geistreiche Auffassung und talentvolle Darstellung für den Verfassererfüllt werden. Die Uebersetzung ist von Herrn 1)r. Kröger, einem durchganz Deutschland hochgeachteten Pädagogen. Die typographische Ausstattungganz vorzüglich.

Höchst interessant, belehrend und unterhaltend ist nachstehendes eben er-schienene Werk, welches der Aufmerksamkeit jedes gebildeten Deutschen em-pfohlen wird:

Deutschland

und

die D e u t f ch e n

von

Eduard Äeurmann.

8. 4 Bände. br. 2 Thlr. 12 Gr. mit Knpf. 6 Thlr.

Herr vr. Eduard Beurmann gehört zu den beliebtesten Schrift-stellern, hat Deutschland nach allen Richtungen bereist, und besitzt nebenfeiner Beobachtung und geistreicher Auffassung eine freimüthige Darstellung.

.Mit dem so eben erschienenen 7. und 8. Band sind die

Memoiren -es Teufels

von

8. 1840. Preis 3 Thlr.

geschlossen.

Daß dies Werk des geistreichen SoulieS in Frankreich die größte Sensationerregt, ist bekannt. Jetzt liegt eine vollständige deutsche Uebersetzung vor, undes ist wohl keinem Zweifel unterworfen, wer Abentheuer über Abentheuer, selt-same Verwicklungen, komische Scenen und überraschende Entwickelungen liebt,der findet in diesem Werke eine reiche Ausbeute.

Jede gute Leihbibliothek hatSoulivö Memoiren des Teufels vor-räthig und sie gehören zu den gelesensten Büchern.