Bomdelli (Sebastianus), gebohren ;ulldine A. 16;^. Lernte zu Bologne beyJoh. Francistus Barbieri. Zu Venedig folg-le,er dcr Manier des Paul Ealiari, und erwurde in Historien cin grosser Meister ge-worden ftyn , wo er fiel) nicht dem Portrait-mahlen gewiedmet hatte, worinnen er sovortreflich wurde, dasi man ihn an den Kay-serlichen, Bayerischen, Florcntinischen, Man-tuanischen, Parmesanischcn, Braunschwcigi-schen und andre Hofe berief. Musco Fio-rentmo P. p. 267. G.
, Dona (Thomas) , zu Brescia. Mahltefur die Kirche S. S. Fausnno und Giovttadaselbst in mer kleinen Tafeln die Marter,welche diese H. H. in so viel verschiedcnenStàdten erliltcn, und in der Kirche S. Ma-ria Magdalena die Verkundigung Maria.Averoldo. G.
Bonacorsi. Siehe Buonacorst.
blL. Alle àbrige Articul, welche nicht hierunter dem Titul Bona—stehen, kônnenbeyBnona — aufgeschlagen werden.
Bonarelli (MatthâuS), arbeitete unterder Ausstcht des Joh. Laurentius Berninizwey Engel, welcbe das Wappen an demGrabmahl der Grafin Mathilda halte» , soin der S. Pcters-Kirche zu Rom zu sehen ist.Bonanni Hist. Templi Vaticani p. 89.
Bonaroli (Michael Angélus), gebohrenin dem Schlotz Caprese, Florentinischen Ge-biets, wo sein Vater Befthlhaber war, A.1474. Lernte bey Dominicus Ghirlandaiound Bertoldo. Wcr die berlihmte StatueMoses an dem Grabmahl Pabst Julius desII. in der Kirche S. Pletro in Vmcoli,das schreckliche letzte Gericht in der L-ixtini-schcn Capelle des Vaticans und die verbesscrte Baukunst an der V. Peters-Kirche sie-hct, wird mil Grunde sagen kônnen, datz erin der Bau - Bildhauer - und Mahler-Kunstein Wunder der Welt gewesen sey. Er wur-de von sieben Pâbiten geliebt und hochge-halten. Der Tûrkische Kayser Soliman,Kayscr Carl der V. Konig Francistus ber I.die Republic Venedig und andre Pokmtatensnchten ihn in ihren Diensten zu baben.Michael Angelo war in obgemeldten dreyHaupt-Klinstcn ein grosser Meister, vornehm-lich aber in der Bildhauer- Kunst. Sein
grosser Cupido und seine Statue des Bac-chus stnd Stûcke, welche man weder genugbetrachten noch genug lvben kan. SeineManier in der Mahlerey ist kàhn und schreck-lich 1 er liebte darinne das schwere und selt-simie. , Die Musceln und die Tbeilc des Lei-bes drâckte er allzristark ans. Sein ernsthaf-ter Geschmack verhinderte das Angenehme:Die tzkstchtsminen stnd stolz, aber meistensunangenchnr. Seine Fârbung ist hart undziegelfàrvigt. In Summa, er snchte allzu-schr sich von andern zu unterscheiden. Aberwelches Fcuer, welche Stàrke der Ausdrà-cken in stincn Compositwncn! Welche Entzu-ckung , welche Erhabcnheii in seinen Jdeen!Dicser Kunstler ftarb zu Rom A. 1564.und wurde in der Kirche der H. H. Apostelnbeygesttzet, nicht lange darnach aber, wardsein Leichnam heimlich nach Florenz gcfûhrt,da er in der Kirche zum H. Creutz begra-ben, nnd ihm ein pràchtlges Grabmahl ans.gerichtet wordcn ist. Condivi. G.
Bonasso (Bartholomáus), von Modena.Bildhauer, Kriegs - Baumeister, Perspcctiv-Mahler, und ein Kànstler in eingelegterArbeit. Sein Ehren-Gedáchtnitz wird solange dauren als die Stûle in den Cbôrendcr Augustiner- und Dominicaner-Kirchen zuModmà zn sehen ftyn werden, in denen ermit vortreflicher Zeichnung Thiere, Figuren,Perspective rmd Laubwerk anbrachte. Ve-driani p. 26. G.
Bonasone (Julius), ein beruhmter Kup-ferstechcr zu Bologne; lernte bey LaurentiusSabbatini, und folgte im Kupferstechcn desMarc Anton Raymondi Manier. Er ar-deitcte nach den Werken Raphaels, JuliuSRomanus, Francistus Mazznoli, rc. ImBauinschlag und in Laudschaften brachte er eszwar nicht zur Vollkommenheit, aber in denallgemeinen Wissenschaften stiner Kunst, alsin der Ersindling und in Kenntnitz der schômsten Mameren war er uber alle Kupferstecherstiner Zeil. Seine letzte Kupftrstiche stndvon A. 1547. Eine umstândliche Verzeich-nitz semer Arbeit sindet man bey MalvasiaP. 1. p. 74. G.
Bonati (Johannes), genannt Giovan-nino di Pio, gebohren zn Ferrara A. 16;;.Lernte bey I. Fraticistus Barbieri und Peter
Francistus