Band 
[Band 1]
Seite
421
JPEG-Download
 

So

Farken. Starb in setnmt Baterland A.j 6 ro. Sein Bruder Bartholomâus ûbteaucl, die Mahler - Kunst. Trat in den Je,suiter-Orden. Reiste nach Goa, ailwo ercinige Arbeit verfertigte, und starb zu Bcn-gaia A» iâ;o. Baldmucci Sec. ç. No. 86 . G.

Fontenay (Joh. Baplista Blain de),ein vortreflicher Fràcht-nnd Blmncn-Mah-ler ; gebohren zu Caen A. 1654. Lerntebey I. Baplista Monnoyer. Arbeitete furden Kôniq, mid erhiclt nebst eincm jáhrli-chen Gehalt eine Wohnung in den Galleriendes Louvre. Verfertigte Patronen fur dieManufacture» der Háufer Kobelins undChaillol. Seine Blumen-Gefâsse undFrûch-te sind unvergleichlich. Sein fliegendes undkriechendes Ungezrefer fcheinet ganz belcbt.Die Fràchte und^Blumen behalten ihre fri-sche Kraft imd Dchènheit, und sieht manden Thau mit feinem durchfcheinenden Glanzdavon absiiessen. Diefer Kunstler starb ohn-Lefehr A. 171;. Argensville Ed. 2. P. 4.p. 23a. G.

Fonticelli (Johannes), gebohren zu Pe-ruqia A. 1662. Lernte bey Peter Monta-nini. Mahlte mit einer leichten und hurti-gen Hand eine grosse Anzahl fchôner Land-schaften. Halte eine gute Kenntnitz allerund ncucr Gemâhldcn und der Perfpectiv;Zetchnete auch fehr wohl mit der Feder.Starb A. 1716. Pascoli p. 257.

Foppa (Ambrosius), genannl Carrados-fo] Bildbauer, Goldfchmied und Medail-lcur von Pavia. Arbeitete um A. l;o->. zuRom und Meiland. In einer Capclle derKirclie S. Maria ohnweit S. Satyrus fin-det man die Grablegung Christi m Basre-lief, welche von feiner Hand fcyn ioll. Erverfertigte vortrefliche getriebene Arbeit, undwird hierinne von Benvenuto Cellini fur dengrôtzten Kunstler gehalten. Oeine Mcdail-len werden auch fehr gerûhmt, tinter wel,chen man befonders des Portraits des Bau-rncisters Bramantes Lazzari gedenket. Bot-tari P. i. p. 48 a

Foppa (Vincentius), wird von Ridolstfur einen Brefcianer, von Lomazzo aber fureincn Meilânder angegeben. Lebte A. 1407.In der Carmeliter-Kirche S. Pctrus Oli-vctus zu Brefcia und in der Kirche S- Ma,

Fo «97

ria de Brera zu Meiland stndet man nachdem Matze selbiger Zeiten ziemlich gute Gc-mâhlde von feiner Arbeit, und er verdienteden Titul Vortrcflich in der Perfpectiv. Erfchrieb ein Buch von der Mahlerey. Starbzu Brefcia , allwo er in der Kirche S. Bar-bara beerdigt und mit einer Grabfchrift be-ehrt wurde. Vafari uenntt ihn Zoppa.Rotzi p. c° 8 . G.

Foeabosco (Hieronymus). S. Ferrabofco.

Forbicini (Heliodorus), von Verona;ein geistreicher Grotesque-Mahler. Arbeite-te an vielen Orten mit Félix Ricci, genanntBrufaforci und Bernharbiu Jndia. Lebteum das Iahr 1570. Pozzo p. 77. G.

Foreft (Joh. Baptista), gebohren zu Pa-ris A. 16;6. Lernte bey feinem Bâter Pe-ter , und in Italien bey Peter FrancisaisMola. Er studirte auch die Fârbnng nachden Werkcn Dtians, Giorgion und der Baf-fanen. Wurde cin vortreflicher Landschaf-tcn-Mahler, und kam A. 1674. in die Aca-démie. Wcil er die Manieren der bcstenKunstler fehr wohl kennte, wurde er zwey-mal von dem Marquis de Scignelay in Ita-lien gefandt, gute Gemàhlde aufzukaufen.Man gewahrct in feinen Werkcn eine keckeBehandlung des Pinfels, mit grossem Ver-stand angebrachtt Schatten und Lichter, ei-nen erhabenen Styl, fchône Lagen und wohl-gezeichnctc Figuren. Er heyrathete dieSchwester des gefchickten Mahlers de laFosse, und bekam den berûhmten Largillie-re zum Tochtermann. Starb A. 1712,Guarimtl p. 27c.

Forli (Melozzo da), welchen man zuwei-len ini^ Bcnozzo Gozzoli fâlschlich verwech-felt. Vuchte die Unterweisung in der Mah-ler-Kunst bey den berûhmtesten Mcistern fei-ner Zeit; und obwohl er in glucklichen Um-stàndcn war, achtete er es fur iîch nicht zuniedrig, feinen Lehrmeistern mit Farbenrei-ben und ander» gcringen Diensten an dieHand zu gchen, damtt er das Ziel feinerWunsthm, nâmlich die Erlernung dieferKunst, erreichcn mvchte, welches er auch er-langte, injondecheit wurde er in Borstellungseltener Bcrkàrzungen, von welchen er fàrden Erfinder gehalten wird, fehr geschickt,wie man in der Kirche der H. H. Aposteln

j»