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[Band 1]
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Franrin (Claudius), Bildhaìrer zu Parié;lernte dey seinem Vetter Nicolaus Coustoux.Von seiner Arbeit findet inan in bieserStadt: Jn der Kirche der P. P. de l'Ora-toire die Tauf Christi in einem grossen Bas-relief: An der Façade der Kirche S. Rvchdie vier Lehrer der Kirche» in zwcy Grup-pen aus Stein : Und in der Kirche S. An-dré des Arcs das Bild der H. Maria inder Capelle dieses Ramens. Piganiol.

Francione (Pelrus), genannr Spagnuo-le; arbeitete zu Neapolls mit grossem Bey-fall, allwo er fur die Kirche O. Fortuna-tus die H. Maria mit vielcn Enqeln um-geden, vorstellte, iveiches Gemàhld ftyr ge-rûymt wird. Lebte um das Iahr i?2c>.Uebte auch die Bau-Kunst und war in derZeichnung vortresiich. Domenici P. 2.p. 144. G.

Franck (Ambrosius), Mahler von Her-rentals, gebohren um das Iahr 1544. War-war der nmgste seiner Brader; ûbertraf sieabcr in der Kunst. Er arbeitete etliche Jah-re dey dem Bischof von Tournay, und warsonderdar im Historienmahlen berûhmt. Jnder Kirche U. L. F. zu Antwerpen ist derMartyr-Tod der H. H. Crispinus und Crispi-nianus in der Capelle der Schustern von sei-ner Arbeit rc. Descamps P. 1. p. 176.

Franck (Franciscus), des obigen Bru-der; gebohren um das Iahr 154°. Verfer-tigte in seiner Jugend einige Gemáhlde,welche ihm grossen Ruhm erivarben. Kamjn die Gestllschaft der Mahler zu Antwcr-pen A. 1^61. und starb dasclbst A. i;66.Sein vornehmstes Gemàhld stehet auf demAltar der Schulmeistcr in der Kirche U. L. F.und stellet Christus unter den Lehrern sitzendvor. Descamps P. 1. p. i?>.

Franck (Franciscus), des Franciscus Sohn»ind Schiller; gebohren zu Antwerpen umdaS Iahr 1580. Folgte seines Vaters Ma-nier. Zu Venedig studirte er nach den be-sten Meistern in der Colorit, verwandte aberzu jedcrmanns Verwunderung seine Geschick-lichkeit auf die Abschilderung der daselbst ûb-lichen Carnavals « Thorheiten. Er kam zuAntwerpen in die Mahler - Zunst A. 160;.Jn der Kirche U. L. F. mahlte er fur dieCapelle, die vier Gekrbnten genaunt, das

Mae - Blatt samt ftincn zwey Flágssn, aufwelchen er Stûckc auS der Avosteln Geschich-ten vorstellte. Man tadelt ihn wegen schlech-ter Ordnung in der Composition, ûbrigensbatte er eine gute Colorit und eine seine Aus-arbeitung. Starb A. 1642. DescampsP. 1. p. N 4 >

Franck (Hieronymus), des AmbrosiusBruder; lernte mit seinen Brudern beyFranz Floris. Arbeitete in Frankreich undmahlte Historien und Portraite. Heinrichder 111 . nahm ihn zu seinem Mahler an.Nach dem Tod seines îlehrmeisters kamenalle seine Schuler gen Paris, sich dessen Un-terweisung zu bedienen. Er gieng in Ita-lien und von dar nach Antwerpen, wo erjn hohcm Aller starb. In seinen Gemâhl-den findet man die Manier seines Lchrmei-sters, ausgenommen dasi er in Stellung sei-ner Gruppcn eine besscre Ordnung hielt,und in seinen kleinen Gemàhlden mchrcreWissenschafl zeigte. Unter seinen Werkenwird ein Altar-Stiick in der Kirche U. L. F.in der Capelle der Holzhackern zu Antwer-pen fur das beste gehalten , man sieht dar-mn folgendes Zeichen U. k. k. er inv. 1607.Das grosse Altar - Blatt in der Barfusser-Kirche zu Paris, die Geburt Christi vor-ftellend , ist auch von seiner Hand mit derJahrzahl 1585. Descamps P. 1. p.,

Franck (Joh. Baplista), wird fur Se-bastians Sohn gehalten, den man auch furseinen Lehrmeister anglebt. Rubens undVandyk waren seine Mustek. .Er mahltelange Zeit grosse historische Stûcke aus berHciligen und Rômisthen Geschichte: Her-nach aber stellte er in seinen Werken Zim-mer mit Gemàhlden, Brustbildcrn und an-dem Kunst - Sachen vor , welche sthr auge-nehm waren und ihm wohl bezahlt wurden.Von den ubrigeàMahlern dieses Geschlechts,als: Maximilianus, Gabriel und Constanti-nus, weitz man weiter nichts, als dasi Ga,briel A. i 6 ; 4. Constantinus aber A. 1694.DircctoreS der Mahlcr-Academie zii Antiver-pen waren. Sie mahlken ungefehr in ebendem Geschmack wie Joh. Baptista, der sieaber alle ûbertraf. Alle diese Kunstler wa-ren in Ausarbeitung auch der kleinsten Um-stânden sehr fleitzig «ind m der Colorit vor-

lresiich.