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[Band 1]
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609
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A. r 67». Man sindet stiue schônste Ge-mâhlde m dm Kirchcn z» Madrid. Vclas-co No. i}?. G.

Lcemv (Gabriel van der) , gebohren r»Dortrecht A. 164;. Lenite bes seinem Ba-ker Sebastiaw Braebtc 14. Iàhre auf fti-nen Reisen m Frankrcieh nnd «n Italien ju.Skudirke die Maniereu des Câstiglione undRoos, nnd kam sodann in sein Vatcrlandziiruck / wo er anfangs vicie Gemâhlde ver-fcrtigte, weiche begierig aufgckauft wurdcn^.hernach aber nahmen dre Liebhaber so starkab , datz er stch vornahm/ ncucrdings seinGluck in der Frcmde zu suchcn , starb aberehe er stin Vorhabcn arisfuhren konnte instiner Geburts-Sladt A. iíS^b. Seine Ge-máhlde sind mit Lccrdew Schaafen , Horn-vieh und andern Thieren angefullt, welcheer nach der Natur mit wunterbarcr Ver-schiebcnheit vorstrlltc. Destamps P. p. 145.

Leeuw (Pctrus van der) , des obigenBruder; mahlte Landschaftcn, welche crmitFigure» und Thieren nach Adrian van derNelde , dcn er sehr eiaentlich nachzuah-n'.cn wusite, vcrftrngte, und zu solchem En-de allczeit cin Gemáhld von dieseni Kunstlcrvor dcn Aligen hatte. Seine Colvrit ist na-tûrlich und gsldfàrbig / sein Pinsel zart undlcicht, ui.d seine Arbeit wird ûbcrall hochgeschâtzl. Deseamps P. z. p. 168.

Lcgi (Iacobus), Mahler ans Flandern;lcrnte ;n Genua bey secnein Vetter JohannRoos. Mahlte Frûchte, Blum-en und Lhic-re. Arbeitete mit ciner augenchmen, inei-sterhaften und zierliche» Manier. Er starbzu Meiland. Soprani p. m. G.

Legnani (Stephanus Maria), genanntLegnaniuo; gcbohrcn zu Bologne A. 1660.Lernte dey seinem Varer Amdrosius, bey'Carl Cignani, und zu Rom bey Carl Ma-ratti. Seine meiste Gemâhlde bcsinden stchin den Kirchen der Stadt und des Herzvg-thums Meiland. Man rûhint an selbigcndie wohl àberlegte Gcdankcn , die gute Com-position / die uatûrliche Ausdrûcke der Ge-berden und die versiàndige Auslheilung- Schat-ten und Lichts. Er starb ^u Meiland A.171;. Der Berfasser der Kunstler-Ledcusbe-schreibungen in dcm Musco Florentin» irrct 'stch dicscs Mahlers halber um ein ganzes

Iahrhundert, welchcn Fchlrr thM des Lég-uant Lehrmcister, theils sein vorhergcsctztetPortrait in Auschung der Pcruque und Klei-dung genugsam anzeigen. Guarienti p. 4^5.

Legn<mi.(Thonias), niahlte in der Hauvt-Kirchc S. Ambrostus zu Meiland auf fri-schen Mortel. Latnada.-

Lehmann (Casparus), kam aîs em Edel-steinschneider zu Prag in Kayserliche Dienste.Erfand das Glas- und Erystallschneiden, underhielt hieràber einen Frcyheits-Brief. Mansiehet in vielcn Kunsi-Kammern von semervortreflichen Arbeit. Er lebte A. 1609.Sandrart P. 1. P. 549. G.

Leismann. Siehe Eismann.

Lellio (Joh. Antonius), gcbohrcn zu RomA. 1991. Lernte bey Ludìvig Cardi. Ob-gleich man uicht vicl ôffcntliche Gemâhldevon seincr Hand sicht, arbeitete er dcstvmehrfur Privât - Pcrsoncii , und wurden seineWcrke aller Ortcn bcgchrt. Seine schwereZungc verhindcrte ihn , sein Gluck an Hôfenzu suchcn. Er starb in seinem VatcrlandA. 1640. und wurde in der Kirche S. Ma-ria del Popvlo bcgrabcn. Sein Sohn ûbtestch auch in der Mahlercy. Baglioui p. 260. G.

Lely (Pctrus), sein cigcntlichcr Geschlcchts-Name »var van der Faes.. Er wurde A.1618. zu Socst in Westphalen gebohren.Lernte bey Peter Franz kvrebber zu Harlcm,welcher nach VcrsitG zweyer Jahren gestand,datz ihn sein Schuler àdertreffe. In seinem29. Jahr war er cin vortreflicher Portrait-Mahler, mrd verfertigte die Bildnisse PrinzWllhelm des II. voi» Oranien, und seinesSchwiegervaterS^Kviiig Cari dcS I. in Eng-land. Deffeu Sohn Carl der II. crnannteihn zum Ritrer und zu seinem Kammer-Jun-kcr. Der Dichter Johann Vvlleiîhove, seinFrcund , ruhmet ihn so wohl wcgen scineeKunst als wegen fcincu ubrigen kresircheu Wis-smschaften. Die Menge der Personcn- wet-che stch von ihni woilten mahlen lassen, warso grosi, dasi er cmen sàr Bcdienten be-stcllcn mutzte, welcher ihre Namen, saintdem Tage, wann sic stch einfinden woilte» ,auszeichnete^ uni) mann jemand dre bestiinni-tc Zeik versàumte , wurde er ohne Anschender Wurde und des Geschtechks in der Ver-zeichnitz unten angesetzt. Man erhihlet, ftin

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