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de» , Historien rc. nach Anton Tempesta,Johann Brcnghcl, Anton Mirou, nochmehr abcr nach seinen eignen Erfindungcnheraus. Seine nach der Natur gezeichneteProspecte, insvîrderheit die perspectivischeStâdte, melche nian in dcncn verschiedenenTopographie» findct, habcn nirgmd ihresglcicben , in Ansehuug der hierbey nothigenRegeln , Annchmlichkeit nnd Haltung in Lichtund Schattcn. Er wàhlte die Stadt Frank-furt ain Mayn zu stincm Wohnplatz, woer auch einen starken Kunst-Handel trieb,und starb zu Schwalbach A- i6$i. SeinSvhn Casparus ûble auch die Etz-Knnst,wiewohl nicht mit der Geschicklichkeit seinesVaters. Fusili P. i. p. 77- G.
tNerian (Matthâus), des obigen Sohn;gebohrcn zu Basel A. 1621. Lernte beyJoachim von Sandrart. Besuchtc daraufdie berûhmteste Kunstler in England, Nie-derlanden, Frankreich und Italien. Ermahlte eine grosse Menge wohlglcichender,stark-und licblich-gefârbter'Portraiten, mitwclchen er an den vornehmsten deutschen Hô-fen bekannt und beruhmt wurde. Man sie-het auch zu Bamberg und zu Frankfurt amMayn schone Altar-Blâtter von ihm. Ne-veu dicsem ft'chrke er seines Vaters Kunst-Handel fort. Er hintcrliesi einen Sohn Ioh.Matthâus , welchcr gute Portraite mahlte,und 91 . 1716. zu Frankfurt starb. Fusil)P. 1. p. 107.
Merigi (Michael Angélus), genannt daCarravaggio, wo er A. 1569. gebohrcn nwrd.Lernte in vielerlcy Schulen, endlich hieltecr sich an des Joseph Cesari zu Rom. An-fangs war cr unglucklich, und kam i» dieelendeste Umstânde, nachher gcficlen seineGemâhlde dcm Cardinal del Monte, unddieser verschafte ihni Gctegcnheit, seine Kunst inôjffentlicíjen Werken zu zcigen. Er war einzanktschcr unruhigcr Mann, der fast mit al-leu seinen Kunstgenosscu, sonderlich mit Gui-de Reni in Streit gerieth, und inusité we-gcn eines Todschlags aus Rom nach Nea-polis cntfliehen. Zu Maltha nrachte ihnder Grotz - Meister zum Ritter, wo cr neneHàndel anfieng, die ihn ins Gefàngnisi brach-tcn, daraus er stch durch Herablassung ûberdie Mauern rekten konnte. Darauf kaul er
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in Sicilien und gen Neapolis znrnck, wo ervon einem Gegner im Gestcht ûbel vcrwun-dct wurde. Er snchte durch den CardinalGonzaga bey Padst Paulns dem V. seineBegnadigung, die er auch erhielt. 9luf demWeq nach Rom wurde er aus Irrthum an-gehalten, da er zwar in ein paar Tagenseines Verhafts erlcdigct ward, indessen aberfand er das Schiff, worinn er ankommenund seine Habschafl licgcn hatte, nicht mehr,wcsiwegen er ganz verzweifelt in eme hitzigeKrankheit fiel, die ihn A. 1609. hinrafte.Carravaggio suchte sich eine eigne Manieraus, er vcrliesi die liebliche und angenehmeFârbung des Giorgio» , welche er anfangsgebrauchte, nnd nahm eine harte und krâf-lige an; alles war in seinen Gemâhlden starkausgcdruckt, er crhcbte seine Figuren durchstarke und schwarze Schattcn. Man gewah-ret in semeii^Werken plôtzliche Gegensâtze vonLlcht und Schattcn , welche durch eine gc-nane Nachahmung der Natur und durch sei-ne lebhafte und markigte Manier zu mahlenaus den Anschauer eine reitzende Wûrkungmachcn. 9 lber diese Manier, welche inNachtstûcken, Portraiten und balben Figu.ren vortresiich war , schien in seinen grossenCompofitionen unertrâglich, er bcobachtetedarinnen weder Perspectiv noch Abweichungdes Lichts. Dieftr Mahler verabsâumte inseinen Kôpftn das Edle und die schône Cha-racter, er mahlte sie qemeiniglich blevfâr-bigt, mit wilden Augen und schwarzen Haa-rm. Wann er einen Hclden oder eine» Hei-ligen vorstelleir sollte, bcdiente cr sich der nie-dertràchtigen Bildung eines Baucrs. Sum-ma er ahinte die Natur vollkommcn , aberohne 9 iuswahl nach. Baglioni p. 129. G.
Merkeln (Iohannes), gebohrcn zu Bile-feld A. 1725. Lernte bey einem Mahler zuDusièldorf. Er mahlte Landfchasten , undhielte sich eine Zeitlang im Haag aus, kamaber in sein Vatcrland zurûeèe. Rcmy p. 94.
Merlierni (Iohannes), genannt da Nola;gebohrcn A. 1478. Lernte bey Angélus Aniel-lo del Fiore, bcy Bramantes Lazzari, oderbey Pyrrhus Ligoriv. Er wurde cin erfahr-ner Bildhauer und Baumcistcr, der mit Hie-ronymus S. Croce um den Vorzug stritt:Vcrfcrtiqte verschiedene 9 tltâre und Bild-
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