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[Band 1]
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ris. Man sieht in der neuen Sénat-Kam-mer daftlbst bey zwanzig Bildnisse der Pro-ftssoren, und in einem Saal des Armenkin-derhaufts die Portraite der Vorsteher auf ei-ner Tafel von ftiner Hand. Er mahlte auchsowohl anticke aïs moderne Cabinet - Stûcke.Arbeitete bestâiibig in ftiner Geburts-Stadt,und besatz eme schvnc Oammluug vonKupftr--jchen, die ihm bey mutzigen Stundcnzu emem angenehmen Zeitvertreib dienten.vau Gool P. 2. p. i2y.

Nyn (Hermannus van der), gebohrcn zuAmsterdam A. 1684. Lcrnte bey ErnestStuven, und mahlte anfáugljch Fràchtc undBilimen, von denen man einige stûckein der Churfurstlichcn Kunst-Gallcrie zu Dus-ftldorf findet. Hernach begab er stch auf dasPortrait - und Historienmahlen , und arbeite-te einige Zcit an dem Churvfâlzischen Hof.Er war schon in ftmem zwanzigsten Iahr indcn schwerstcn Theilen der Kunst erfahreu,und zcichnete schon damahls die nackcnde Fi-gure» und Portraite im grossen und kleinenrichtig und fest. Allés was er in semerKunst untcrnahm , hatte einen guten Fort-gang, weil er sich áusserst beflitz seine Wèrke.mit reifer Uebcrlegung zu behandeln, daherfie auch in allei» Theilen so vortrcflich sind,datz man die Geschicklichkcit dicfts Kûnstlershôchstcns bewundcrn mus. Die Landfthaf-ten und andre Beywerke ftiner historischenGemáhlden sind mit grossem Fleitz ausgear-bcitet. van der Myn wohnte einige Zeit zuAnlwerpen, gieng aber von da nach London,wo er viele Arbeit in Portraiten verfertigte;àige detiêlben mahlte er in Lebensgrosse undganzer Statur, sûr ein solches zahlte ihm der

t crzog von Chandos ;oo, Pftmd Sterling.

t erwarb mit ftiner vottreflichen Arbeit'grosse Snmmen , die er aber auch mit'verschwenderrscher Hand ivieder durchdrachte,und durch ftinm Tod, der Ai 1741. ersolgte,seine Kinder in betrubten llmstândcn hinter-liefi. Diese waren 1.) Gcrarbns, gebohrcnA. 1706. ein gcschickter Historien - und Por-trait-Mahler / der in England arbeitete..2.) Cornclia, gcbohren A: 171°. eine kunlî-reiche Portrait - und Blnmen- Màhleri» zuLondon, wo fie viele Arbeit zu verfertigenhalte. ;.) Andréas , gedvhrem 21 . 17-4,

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mahlte zu London Portraite, und arbeiteteftbr wohl in Schwarz-Kunst. 4.) Franciftus,gebohrcn A. 171--. ubertraf nicht allein seineBrader, sondern auch in eniigcn Theilen derKunst dcn Vater selbst, insonderheit in derZártiichkeit und Licdlichkcit ftiner Fleischfar-bcn; dieStossen ftiner Gewânder sind natûrlichund in schone Falten gelegt. Seine Ge»máhlde sind durchgehends verstândig und mei-sterhaft behandclt. Er arbeitete zu Amster-dam , und mahlte fthr viele Portraite furdie vornchmste Farnilien dieftr Stadt. Mansieht auch einige Cabinet - besonderS Madon-ncn - Stucke von ftiner Hand. ;.) Rober-t»S, gcbohren A. 1724. nratzlte zu LondonPortraite, Landfthaftcn, und Blumen. s.)Georgius, gcbohren A. 1727. mahlte zu Am-sterdam Portraite und CabineteStûcke auf dcSWateauManier, van Gool P. 2. p. 44. j2i„

Mrtens (Arnoldus), gebohrcn zu Brûsselum A. 1540. Trieb seine Neigung zu der-Zeichen-Kunst so weit, dafi er verfchiedenenial Gehenkte ab dem Galgcn lôtzte, und-die schônste Theile ihrer Corper absormte-Er gieng fnihzeitig nach Rom und Ncapolis,in welcher Stadt er sich vechcyrathete, undviele Altar - Blâtter mahlte, die bey VenJtaiiânern selbst in grosscmWcrth sind ; mahlte-auch Portraite, und sandte vicie ftiner Ge-máhlden in frcmde Láuder. Endlich wurdeer nach Rom benifen, wo er in der S. Pe-ters-Kirche einige Gemâhlde verfertigen follte,starb aber kurz nach semer Ankunst A. 1602..Deftamps P. 1. p. i6y.

vîxtens (Cornélius und Iohanncs). S.Meysscns.

Myteno (Daniel), gcbohren in Haag- A.i6;6. Gieng fthr jung nach Rom, wo ersich etliche Iahre aufhielt ; er kam A. 1664.in sein Vaterland zurucke, und erlangte grosft» Ruhm in Historien und Portraiten, stûr;-te sich aber in ein unordentliches Leben, undnahm so in der Kunst ab, datz er auf dieLctzte ein ganz gemeiner Mahler wurde. Erstarb A. 1688. In ftiner bestcn Zeit, halteer eine gute Erfindung und Composition;seine Zeiclinmig war regelmásiig und kcicht.'auch seine Fárbung fthr angenehm. DcstanwsP. z. p. h> Ein andrer Historien - Mahlerdicfts Ramens war des Anton vair Dyk

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