durch bewogm eine Reise nach Nom vorzu-nehmen, um diese Kànstler persvnlich kennenzn lernen; liier hatte er das Gluck RaphaelsSchule zu besuchen, in welcher er m surjetZeit als» zunahm, datz er cilles was ihm inver Natur vorkam, aïs, Antiquitàten , Ge-wânder, Gerâthe, Gesthicre, vicrfutzigeThiere, Fische, Vôgel rc. vortresiich jeichncntonte, und hieraus rin weitlâuftiges Buchformirte, welches sein Lehrmeistcr mit grossem Vergnàgen durchblâtterte, wodurch erdas Gciiie seines Schnlers erkannre, undihm die Verfertigung dcr Gips-Arbeit, Gro-tesque!, , Thicren, Laubwerk nnd Frucht-Gehángen in den GaUerien des Vaticansaustrug, weswegen er von Pabst Clemensdem VII. ein stàrkes Gehalt erlangte. Ermahlte auch Figurcn und Historien ju Rom,Venedig, Florenj und in ftinem Vaterland.Starb ju Rom A. 1564. und wurde in dèrKirche Rotonda begraben. Vasari P.p. 189. G.
Vìamtmi (Matthâus), Mahler zu Bo-logne ; lernte bey Carl Maratti, und verdicntemit seiner Arbeit nicht weniger Lob als seineMit-Schàler.' Zanclli p. 60.
Naruioccio, Mahler zu Florenz ; lerntebey Andréas del Sart», kam mit dem Car.dinal von Tournon in Frankreich, >vo ermit grosseur Ruhm arbcitcte. Vasari P. ;.p. 169. G.
Nanteuil (Robertus), gebohren zu RheimsA. i6;o. Er hatte eine so starke Neignngzur Zeichen-Knnst, datz er in seinen jungenIahren den Kupferstich zu der Thesis, die erin der lateinischen Schule behaupten sollte,selbsten zeichnete und ctzte; er kam daraufnach Paris und lernte das Kupferstechcn beyNicolaus Rcgnesson, mahlte auch schônePortraite mit Pastel - Farben, die er hcrnachin Kupfer stach. Auf diese Weise verferligteer die Portraite des Kônigs und aller Grosscndes franzôsischen Hofs meistcns in Lebens-grôsse. Er ist der erste welcher seinen ge-stochnen Portraite» verinrttelst lânglichccrPunkten, niit denen er seine Kôpfc bis auf>das hôchste Licht àbcrarbcitete, ein gutesAnsehen gab, und die verschiedene Stoffcnwohl zu unterscheiden wutztc. le Cointe P.1. p. z2j. giebt ein umstândlich Verzeichnitz
seiner Arbeit, welche sich auf tœ. Stàcke •belauset. Er starb zu Paris A. 1678.Perrault! P. 1. p. 97. G.
Napoli (Johannes de). Siche Nicola.
ìssapolitano (Philivvus). Siehe Anacîi.
ìssappi (Francisais), gebohren zu Mei-land um A. 1 S75. Sludirte in seinem Vct.terland und zu Venedig. Er gieng in dernârrischen Einbildung nach Rom, die dortigeMahler in einer besscrn Manier zu unker-weisen, >vic dann in dcr That seine erste Ar-bcit sehr schon befunden wlirde. Da er averdie vrâchtigcn Werke sv vielcr beràhmtenKànstler bctrachtcte, verwirrete er (anstattseine eigne Manier zu verbessern ) sich derge-stalt, datz sie iminer schlechter wurde. Erwar in seltsamen Ornamcnten welche er grauin grau mit Ochlfarben, auf trocknen undnasse» Kalk mahlte, sehr geàbt. Starb umA. i6j 8- Baglioni p. 198. G.
Lssardi (Angélus), einer der besten Schu-lern des Paul Caliari. Wle dieser, wutzteer seine Gemáhlde wohl anzuordnen. Ebendie glàckliche Auswahl des Stoffs, die ange.nehme Verschicdenheit, die ungemeine An-nehmlichkeit und Erhabenheit in den Kopfen,die blûhende Colorit, die Kunst die Figurenzu bclebcn, und ihren wahren Charakter aus-zudrûckcn: Alle diese grosse Eigcnschaften dieman an dem Lehrmeister niemahls genug be.wundern kan, trift man in ziemlich hohemGrade bey seinem Schàler an. Angélus warvon Geburt ein Florentiner; der Rus vonseiner Kunst kam bis in Spanien, Philippder IV. ernannte ihn zu seinem Mahler, undan dem Hof dieses Fârsten starb er auch im59. Jahr seines Altérs A. 1660. Die Kir-chen zu Madrid wie auch zu Alcala de Hemnaret sind unverwerfliche Zeugen der grossenGcschicklichkeit dieses Kànstlers. Velascog'o. io2. G.
Nardi (Petrus Antoniris), Bildhauer zuBologne; verferligte die Vcrzierungen dreyerPortèn des Klosters S. Michèle bel Bosco,jede bestehet.aus zwey Figure». Masinip. 6z6. G.
Nardo (Dominicus di), ein gescliickterBildhauer zu Neapolis; lernte bey Peter Ce-raso. Von diesem Kànstler siehet nian unterandern diè Kdpft tind Bruststàcke der Heili-
gen,