niedcàdisLrn Mahler gehalten werden.Neben der Kunst die Stoffen der Geivàndcrauf das Vollkommeiiste nachzuahmen, besiisier auch eiue sehr seine und markigte Ausar-bcitung, an welcher man nichts gezwungenesoder muhsames bemcrket; einen frischen Pin,sel und eine vortrefliche Fârbung: SeineSchatten und Lichter sind an den bequcmstenOrten angebracht, und seine Zeichnung istzicmlich richtiq. Er mahlte nichts andersals klcine Stûcke, und meistens Portraite;selten siehet man etwas historischcs von semerHand. Argensvitlc P. 2. p. ;8. G.
Netscher (Constantinus), gebohren in HaagA. 1670. Lernte bey seinem Vater Caspar,den er aber schon in dem 14. Iahr seinesAllers verlohr; allein dessclben hinterlasseneArbeit, die er unler der strcngen Zucht sei,ner Mutter studirte, ersetzten ihin den Plangeleiner lângern Unkerwcisung, so datz er hier.dnrch ein geschickter Kànstler wnrde, und ôf-ters Scherzcsweise bekennen mutzte: SeineMutter habe ihn die Mahler-Kunst gelehrt.Er mahlte sehr viele Portraite sûr die vor-nehmste Familien in Holland, unter dencnrines, worinnen fieben bis acht Kinder desBaron Suasso in ganzer Stalur spielendvorgestellt stnd, sûr sein Meisterstàck gehalteuwird. Netscher war etwas langsam in sei-ner Arbeit/ er kam A. 1699. in die Acade.mie im Haag/ in welcher er nacheinander dievornehmste Stellen bekieidete, und starb da-selbst A. 1722. Sein Bruder Antoniusmahlte auch Portraite / da er aber ein lie-derliches Leben fuhrte/ und sein Erbgut durch,aebracht halte/ ward er in Ost-Indicn gesandt,wo er gestorben ist. van Gool P. 1. p. 367.
Netscher (Theodorus) / genannt der Fran-ws; gebohren zu Bourdeaux A. 1661. Wur,de von seinem Vater Caspar i» der Kunstwohl unterwiesen / und Theodor studirte dlsm sein 18. Iahr mit grosseni Fleitz ; da eraber von Jugend an eine Neigung zum Hof,Leben verspurte/ machte er dem franzôsischenGesandten in Haag die Aufwartung und ver-reisite / widcr den Willen sciner Eltern / indeffcn Gefolge naeh Paris , wo er bald mitdem vornehmsten Adel Bekantschaft machte/und sehr viele vortrefliche und kunstreiche Por-traite sûr sie verftrtigte, die ihm grossen
Rrchm rrwarben / und brachte bey 20.Iahren daseidst zu. Als ber hoUàndischc Ge«sandte van Oudyk nach Hanse reiflte/ lietzsich Netscher unter Versprechung eines an-schnlichen Amts dcrcden imtzurcisen , da ernach langem Wartcn endlich die Stellc einesZoUeinnehmers zu Hulst crhielt , die er aberdurcheinen andern verwallen lies, er selbst folgtesciner Neigung zum Hof- Leben und wohntemeistens im Haag , arbeitete daselbst fur vor-nehnie Standes - Personen / wicwohl sehrlangsam / weil ihm seine Lebcnsart viele Zeitraudte. A. 1715. kam er als Kriegs-Zahlmei.fter der hollándischen Hilfsvolker in Enaland/wo er durch die Bekantschaft mit dem RitterDekker/ emem reichen Kaufmann/ sein Gluckmachte. Gegen das Ende seines Lebens,welches er A. 17)2. beschlofl , setzte er sich zuHulst / und entzog sich aller bisher so bclieb».ten GcseUschaft. van Gool P. i. p. 172.
. Neuberger ( Anna Félicitas ), PaniclSTochter; mahlte in Oeht-uno Gummi-Far»ben / formte aus Wachs historische Stucke aufkleme Tafeln , und sehr schone Figurm,schnitzle ganze Historien auf Kirschcnsteine,und Crucifixe die durch em Nadelôhr geichv-den werden konten. Sie lebte in hohemAlter zu Regenspurg um A-1720. SandrartP. 2. p. 80. G.
Neuberger (Daniel) / einer der berûhm-testen Wachs-Poflirer in Deutschland , warvon Augspurg gedurtig. Unter andern Ar,beiten dieses geschickten Manns / findet manunzehlig viele Historien/ Fabelw Feldschlach--ten rc. in Wachs (welches er mit besondererKunst so hart aïs Marmor zuzurichten wutz-te ) in viclen Kunst - Cabinetten in Dentsch-land/ sonderbar aber m Wien wo er sich umA. 1660. aufhielt. Sandrart P. 1 . p.Guaricnti fuhrt auch Ferdinand Reuberger,einen Bruder und Mit-Arbeiter des obigenDaniels an/ dcffen aber Sandrart/ auf bener sich cheruft/ keine Meldung thut.
Lîeve (Franciscus de) / gebohren zu Aut«werpen um A. 162;. Studirte nach denWerken Rubens und Vandyck , wie man sol-ches in scincn Gemâhlden wohl erkennet. Dergute Fortgang in setner Kunst sporntc seinenFleitz noch mehr an; er gieng nach Rom,und daselbst waren die anticke Statue» und
Raphaël