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[Band 1]
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J 7 * No

Nogari (Iostphns), gebohren zu Vene,big A. l?»o. Lernte bey I. Baptista Pit-toni und bey Anton Balestca, bey denen eraber noch keine Anzeigungen von der vor,trcflichen, zarten und natûrlichen Maniergab, welche er hcrnach aus sich sel b st for,mirte. Als der Marcbefe Octavius Casne-di, ein grossec Kunsiverstándlger , nach Ve-nedig kam, entdeckte er an den halbcn Fi-auren dieses Kànstlers einen gewissen Ver,stand und Anuehmlichkeit, daher gab cr ihmnûtzliche Erinnerungen , welche Nogari wohlanwendele, und dadurch mit sciner neucnund besondern Manier grossen Ruhm er-langte. In den venetianischen Kirchen sindStucke, die von ftincr Gefchicklichkeit ingrossen Compositionen zcugen. Er wurdenach Turin berufen, wo er fur den Konigund die vornehmste Herren diefes Hofes zuihrem Vergnûgen arbeitete. Guarientip. 2^.

Nogarì (Paris) , genannt Romano;folgcc der Manier des Raphaël Molta, undgab viele Proben fciner gràndlichen Wisscn-fchaften uîitcr den Regicriingen Gregorìusdes XIII. Siptus des V. und Clemens desVIII. Er arbeitete in den Logen, Sàlenund Gallerien des Vaticans , der H. Trep-pe, zu S. Johann von Lateran und in an-dern Kirchen nnd Pallâsten zu Roni. Mitanwachfenden Iahren legte er sich auf dasMiniaturmahlen und Kupferstechen , alleindie allzugrosse Anstrengung ftincr Kràftenstûrzte ihn in eine tôdtliche Schwachheit,und als er sich kaum davon erholet halte,that er ein Gelûbd, eine Reift zu Futz nachLoretto zu thun, welche er auch wider denRatb ftiner Aerzten unternahm , kam abernicht weiter als eine Tagreift, da eineKrankheit ihn von neuem uberfiel, an wcl-cher er zu Ron» in dem 6 ç. Jahr seinesAltérs starb, und wurde in der Krrche S.Trinità da i Monti begraben. Baglionip. 8 ;. G.

Noie. Siehe Colins und Merliani.

àollekius, ein gefchickter Mahler ausDeutsch - oder Niederlanden , welcher nachdem Gefchmack des Bamboccio fthr schôneLandfchaften mit Ftguren mahlte. Aus fei-ner Arbeit fchliessel man, datz er in Italiennach M. A. Merigi stndirt, und um A.1620 , grlebt habe. Guarienti p.

No

Nollet (Dominicus), gebohren zuBrâg-ge um A. 1640. Studirte zu Paris unterFranciftus van der Meule». War ein gnterMahler in Feldfchiachlen und Landfchaftenmit fchonen Pftrdcn, die er mit kcckem Pin-ftl und ftltfamen «Ltcllungcn verfcrtigte. Erarbeitete an dem Chur-Baycrifchen Hofc zu-'Mûnchcn: Wegen ftiner Gcfchicklichkeit undTreue wurde èr zum Beglcit der Churfûr,stin uach Venedig vcrordnct, wo er cimgeJahre verblieb , und nur fur gute Freundearbeitete : Nach ftiner Zuràckkunft gieng ergen Paris , und starb daftlbst A. 17;6.Defcamps P. ;. p. 90. G.

nonnotte (Donatus), ein Dortrait-Mah-ler; lernte bey Franciftus le Moine. Kainin die Académie zu Paris A. 1741. Er ar«beitcte zu Lion, und wurde daftlbst A. 1754.ein Mitglied der koniglichen Gefellfchaft.Formey.

Norsino (Bernhardinus), genannt Pa-rafole; Leonhards Sohn. Lernte bey Jo-seph Cefari. Mahlte die Capelle S. Mi-chael in der Kirche S. Rochus zu Rom,und war im Begriff, andre ôffentliche Wer-ke zu verfertiqen, woran ihn aber sein fràh-zeitiges Abstcrben hindcrte. Baglioni p. 278. G.

Norsino (Leonhardus), genannt Parafo-le; Formfchneider zu Rom. Arbeitete furAnton Tempesta, und gab aus Befehl PabstSixtus des V. das Kráuter-Buch des pâbst-lichen Arztes Castor Durante mit vielenfchônen und wohlgleichenden Holzschnittenheraus. Er starb in den» 60 . Jahr seinesAltérs. Baglioni p. 278. G.

Nosadella. Siehe Bezzi.

Nosseni (Joh. Maria), gebohren zu Lu-gano A. i;44. Kam um A. im- inSachftn, und wurde churfurstlicher Land-Baumeister. Er baute die prâchtige undberuhmte churfàrstliche Begrâbnitz - Capelleder Doin-Kirche zu Freyberg in Meissen.Jhm habcn die fàchsifche Lande die Entde-ckung der Marmor - Bruche» , aus ivelchener bemeldte Capelle verfcrtigte, zu danken.Nosseni starb zu Dresden um A. 1620. undwurde in der S. Sophien-Kirche begraben,wo ihm ein vortrefliches Monument, aufge-richtet ìvurde. Neue Verfuche nàtzlicherSammlungm rc. P. r. p. r;.

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