jigjàhrigen Gefangenschaft verurthnlt; ent-gieng aber durch den Borspruch des englân-difchen Gefandten, und andrer Standes-Personen dieftr Strafe, und erhieit ïne Er-laubnisi nach England ûbcrzugehen, wo eraber durch seine fchlimme Auffàhrung dieVerachtung dieftr Nation auf sich zog , erkam dahcr in Holland zurûcke, hielte sichheimlich zu Amsterdam auf, und starb da-felbst A. 1640. Seine Gemàhlde wurdenaller Orten aufgefucht, und durch des Hen-kcrs Hand verbrannt. Deftamps P. 1.p. ?82. G-
Torres (Matthias de), gebohren zu Epi-nofa de los Monteros um A. i 6 ;i. Kamnach Madrid, und lcrnte bey FranctftusHerrera. Er wurde in Schalten und Licht,auch in der Zeichnung einer der besten Mah-ler in Spamen. Ferner hatte er eine gnteErfindnng, und wurde in Historien, Feld-schlachten und Landfchaftcn gefchickt, inweichen er sich der Manier seines Lehrmei-sters besiitz. Er starb A. 1711. zu Madrid.Velafto No. 221.
Torri (Petrus Antonius), ein Bologneftraus der Schule des Albani. Mahlte indem Klostcr S. Franciftus daftlbst zwcy Ge-schichten deS H. Antonius von Padua auffrischen Mortel. In der Kirche delta Nati-vltà, wo er mit andcrn Mahlern arbeitele,die Geburt der H. Iungfrau Maria. Erzeigte auch seine Geschicklichkeit aussert sei-nem Vaterlande, und lebte um A. 1 6ss.Masini p. 637. G.
Torriagiani ( Torriggiano ), Bildhauervon Flobenz; studirte unter der Aufsicht desBertoldv nach den Stalàen und anbernSeltenheite» des prâchtigcn MediccifchenGartens auf dem S. Marcusplatze zli Flo-renz. Alletn sein Neid und Bosiheit gegenrinige feiner Mit - Schàler beranbten ihn die-ser Vortheile, er gericth mit M. A. Bona-roti in ,2treit, und fchlug ihm das Naftn-bein ein, wovon er die Merkmahle Lebens-lang tragcn mutzte; Torreggiano fluchletesich hieranf nach Rom, und arbeitete nebenanbern Kunstler» in dem Thurne Borgia.Einige Zeit that er Kriegsdienste, kehrteaber wieder zu feiner Kunst, und kam inEngland, wo er fur das Grabmahl Heinrich
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des VII. 1000. Pfund Sterlings Beloh-nung erhiclt; von da gieng er in Spanicn;an allen dieftn Orten verfertigte er e^tatuenaus Holz, Marmor und Erzt; als er ein-stens eincm spanisthen Edelmann unter demVerfprcchcn einer rcichen Belohnung dasBild der H. Maria verfertigte, dieftr aberihn mit zwcy grossen Sâckcn voiler Mara-vedis, welche zufammen kaum dreyHig Du-catm ausmachten, bczahlte, zerdrach erdicfts Bild im Zorne, die Inquisition zuSeville vcrurtheilte chn deswegen zum Tode,er starb aber an einer frcywlUlgen Aushim-gcrung A. i;;2. Vafari. G.
- Tortebat (Franciftus), gebohren zu Pa-ris A. 1626. Lernte bey Simon Vouet fti-nem Schwiegervater, und wurde ein berûhm-ter Portrait-Mahler. Er etzte auch nachHannibal Carraccio, Simon Vouet, unddie anatomifche Figuren des Veftlius zu desde Piles Atahler-Anatomie in Kupfcr. Kamin die Académie A. 166;. und starb A. 1690.Sein Sohn Iohannes machte sich auch mitPortrait -mahlen berûhmt, und wurde einMitglied der Académie A. 1699, Guerin. G.
TorteUo (Ioftphus), gebohren zu BreftiaA. 1662. Wurde von feiner Neigung zurMahlerey fo weit gebracht, dasi er sich vonselbsten mit ungemeinem Fortgang anf dieZeichnung und Colorit legte. Dieft nochweiter zu vervollkommnen, gieng er bis genNeapolis, und studirte aller Orten nach denbesten Mcistern. Nach feiner Zurûckkunftfand er die Maucrn feiner Vater - Stadt,sûr die weitlàuftige Ersindungen, welche erbey sich nehrte, zu enge; kam deswegennach Dcncdig, wo es ihm nicht an Gele-genheit mangelte, seine Gcfthicklichkcit zuzeigcn. Averoldo p. 207. thut von ihmrûhmliche Meldung. G.
Torts (Vincentius). Siehe Maruftelli.
Tortorino (Franciftus), von Meiland;ein vortrcfllcher Edelstein - und Cristall-schncider, gliech in feiner Kunst den Anticken,und seine Arbcit ist in hohem Werthe. Indem Cabinet des Marchefe von Albranteszu Lifabon, fande man unter andern rarengcschnitlnen Steinen, eine grosse Schûsselvon Berg - Cristall init vielen Figuren, diein Gegenhalt der anticken Stûcken, dieftn
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