lente dicses Kûnstlers an, und halte Carrac-cio an ihm cinen gefàhrlichcn Mitbuhler.Er war von Crcmona gcbiirtig, imd /inervon dcs Bernhardin Campi bcsten Schrilern,der ihm seine Nichte zur Ehe gab, und zumErben sciner Kunstfachen cinfetzle. Die Ma-nier des Correggio geficl ihm, nnd er fuch-te dieselbe nachzuahmen., Jn der Erfindungwar er grosi, in Ausdrûcken stark nnd in derArbeit hurtig. Hcrmcnigild Lodi folgte sci-ner Manier so gcnau, batz seine Gemàhldenicht leicht von seines Lehrmcisters zu^unter-scheidcn siud. Er hinterliesi cinen Oohn,von welchem Torre p. 46. einc HimmelfarthChristi in der Kirche S. Antonius anfuhrt.Valdinucci sec. 4. P. 2. p. 167. G.
Trouvai» (Antonius), ein gefchickterKupfcrstecher von Montdidicr; arbeitete zuParis, und wurde A. 1707. ein Mitgliedder Acadeniie. Guerin.
Troy (Franciscus de), gebohra, zu Tou-louse A. 1645. Er war der <2oh» cinesMahlers, und kam von sciner Unterweisungzu Nicolaus Loir in die Lehr, tmì) von die-fcm endlich zu Claudjus le Feure. de Troyward ein vortrefficher Portrait-und Historien-Mahler: Er vcrfcrtigte die Portraile derganzen kôniglichen Famille und aller Gros-sen des Hofes. Kônig Ludwiz der XIV.sandte ihn an den chrir-bayerifchen Hof nachMiinchen , um der nachmaligen DauphineBildnitz nach den, Leben zu mahlen. Son-sten sieht man auch zu Paris verschiedene hi-sroiische Gemàhlde von sciner Hand. SeineZeichnung ist correct, er stellte seine Figu-rcn mit vieler Lebhaftigkeit und edcln Aus-drûcken vor, wutzte auch die Schônhcit fti-ncr Fraucnzimmcr-Portraiten zu vermehrcn,ohne dasi hierdurch der Kenllichkeit das ge-ringste abgieng. Seine Fárbnng ist ange-nehm und krâftig, und er arbeitete seineWerke mit grosseur Fleisie aus. Er kam A.1674. in die Académie, und wurde nacheinander Professer, Rector adiiuictus undendlich Director. Starb zu Paris A. 173°-Argensville P 2. p. z; 8. G.
Troy (Joh. Franciscus de) , des obigenSohn; gcbohren zu Paris A. 1680. Erfolgte in allen Theilcn den vàterlichen Fusi-stapftn m der Mahlerey nach, und sieht
man verschiedene von seine» historischen Ge-mâhlden in den Kirchen zu Paris. Durchseine Verdienstc wurde er znm Rector derAcadémie, und A. 17)8. zum Director derfranzèsifchen Académie zu Rom envahit, undmit dcm S. Michaels - Ordcn beehrt. Erkan unter die bcsten Mahlcr der franzôsischenSchule gerechnet wcrdcn. Man bewundertin scinen Wcrkcn cinen grossen Gcschmack inber Zeichnung , eine fchône Ausarbcilung,eine licbliche uud reitzcnde Fàrbung, eincpràchtige Ordo-mnz, cdle Gedanken, welcheer glûcklich auszudrucken wusite, eine grosseKunst die Neigungcn und verschiedene Lei-denschafteu wohl vorznstcllcn: Fcrner seinemit ciner maieftàtischen Emfalk angebrachteGrunde, und endlich ein schôpferisches Gé-nie, wclches stincn Compositiouen Feucr undLebhaftigkeit mittheilt. Er starb zu Rom A.17S2. Argensville Ed. 2. P. 4. p. ;66. G.
Troyen (Roinboiit van), mahlte schôneitaliánische Prospecte, ans eigner Ersindungvorgestcllte baufàllige Pallâstc, Qchlôsscrund geistrciche nnterirdische Hôlcn. Er ar-beitete zu Amstcrdani, und starb A. -6zo.Weyermann P. 2. p. ,78.
Tuby-(Ioh. Baptista), genannt der Rè-mcr; ein Bildhauer und Mitglied der Aca-démie zu Paris. Er bchaliptcte cinen vor-zuglichen Rang unter den vortreflichen Kr'mst-lern, welche wâhrcnder Regicrung KônigLlidwig dch XIV. arbeitetcn. Man sieht indcm Garten zu Versailles die lyrische Dicht-Kunst, und in dem Garten zu Trianon eineschône Copie des bcrr'ihmten Laocoon von sei-ner Hand. Er starb zri Paris als Professerder Académie A. 1700. in dem 70. Iahrfeines Altérs, la Combe. G.
Tulden. Liehe Thiildcn.
Tura ( Cosinus de ), genannt Cofmè ;Mahlcr von Ferrara. Lernte bey GaiassoGalatzi. Vcrfcrtigte die Aitar - Tafel O.Maurclius Protectôrs dieser Stadt , in derKirche S. Georgius extra Muros genannt,wo er A. 1469. in déni 6;. Iahr seines Al-térs begrabeu wurde. Supcrbi p. 122. G.
Turchi (Alexander), genannt Orbetto,wcil er in seiner Jugcnd eineni Blindcn zumMegleiter diente; gebohrcn zu Verona A.i;82. Er zeigte eine fonderbare Neiguug
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