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[Band 1]
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Zuccheri ( Taddeus ) , gebohren r» S.Ltgnolo bi Vado A. 1529. Lernre bey fei-mem Vater Octavianus, und bey Pompe-jus da Fano. Er kam in scinem 14. Jah-re nach Rom, wo er in grosscr Armuth le-ben , und unter den Bogen der Kirchenschlafen mutzte, fande auch keine andre Hu>-fe, als beyeinem ftiner Vcrwandten, Fran-cisais da S. Agnolo, einem Grotcsquen-Mahler. Eine zugestvssene Kran:heit nôlhig-te ihn nach Hanse zu gehen, er cehrte abernach wieder erlangtcr Gesundhrit gcn Romzurûcke, da er von Dainei por aufgenom-men wurde , und ihm an den Gemàhldcneiner Kirche helfen mntzte. In ftiiiem -8.Iahre mahlte er zu jedermanns Erstaunen ei-nige Historien grau in grau an dcm Palla-ste Mattci. Rom , Tivoli , Capraro.'a,Florenz , Venedig -und viel andre Stàdtezeigen viel schône Beweisthumer ftiner vor-trcffichen Werken, die er in Zeit vonIahren verfertigte. Er mahlte mit eineranqenehmen, zarten und zierlichcn Manier,seine Compositionen stnd rcich und sein Nack-tes sehr zart behandelt. Ueberdas war er indem Preise ftiner Arbeit sehr màtzig. Zuc-chcri starb zu Rom A. 1566. und ward inder Kirche Rotunda nahe bey Raphaël be-graben. Argensville P. 1. p. 18. G.

Zucchi (Frauciscus), von Florenz, odernach des Lomazzo Bcricht von Bologne. Erarbeitete niit seinem Bruder Jacob zu Romin Oehl - und Fresco - Farben. Nach dessenTod begab er stch ans die Mutziv - Arbeit,von welcher viele in der S. Peters - Kirchedaselbst zu fthen ist. Er mahlte auch sehrwohl Frûchte und Blnmen. Starb unterdem Pontificat Pabst Paulus des V. undwurde von allen ftiucn Kunstgenossen be-dauret. Baglioni p. 96 .

Zucchi (Iacobus), des obigen Bruder;lernte bey Geèrg Vasari, den er sehr ge-nau nachahmte. Er kam unter der Regie-rung Gregorius des XIII. nach Rom, undgenvsse des Schutzes des Cardinal Ferdi-nand von Medicis, fur welchen er vielPortraite verfertigte, und durch seinen Vor-spruch viele. Arbeit in den Pallàsten, Gal-lerien und Kirchen dieser Stadt bekam. Er

war gewohnt in seinen historischen Gemâhl-den die Portraite dcrer , welchen fie zugc-hôrten, anzubringen, womit er fich beydenftlben beliebt machte. Er lebte in oui»ter Achtung , und wurde von dem Herzogvon Florenz geliebet. Starb zu Rom un*ter dem Pontificat Pabst Sfttus des V.Baglioni p. 42. G.

Zucchi (Laurcntius), Kupferstecher zuVenedig A. 1740. Er ûbte seine Kunstmit vielem Ruhm, und gab vortrefliche Pro-be» ftiner Geschicklichkeit an das Licht.Guarienti p. )48.

Zugnr. Siehe Giugni.

Zumdv (Caietanus Iulius), ein siciliani,scher Edelmann; gebohren zu Syracusa A.1656. Er ,hatte ein auffervrdcntliches Gé-nie fur schône Wissenschaften, begab sichaber vornehmlich aus die Bildhauer- Kunst,wozu ihm das bestàndige Anschauen schènerStatue» und Gemàhldcn grosse Diensteleistete, legte sich auch mit besondermFleitz auf die Anatomie. Bey ftiner Ar-beit bediente er sich einig des gefârbtenWachses, welches er auf eine besondereWeise zuzurichten wutzte. Mit diesem ver-fertigte er zu Bologne, Flore»;, Gensund Marseille Werkc, welche fur so vieleMcisterstûcke gehalten werden kônnen. Un- 'ter diesen werden vornehmlich die funf ver-schiedene Stnffen der Verwesung menschli-cher Côrper wegen ihrer natûrlichen , ver-stàndigen und kunstlichen Vorstellungen be-wundert. Man findct fie in der grotz - her-zoglichen Kunst - Gallerie zu Florenz. Erkam A. 1701. gen Paris , wo er sehr wohlempfangen wurde, in der Zeit aber, daman nèue Werke von ihm erwartcke, starber gegen das Ende diefts Iahrs. l'Ad-vocat. G.

Zurbaran (Frauciscus), ein Knnstler,der in allcn Arten der Mahlercy arbeitete,in keiner aber sonderlich bcràhmt war.Fuente de Cantos ivar seine Geburts-Stadt,er wohnte aber meistens zu Seville. Lerntebey Morales und bey Paul Roelas. ZuMadrid mahlte er um A. 1650. verschiebeneStûcke fur das Schlotz del Eampo und

Kkkk andre