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[Band 1]
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aber wegen b« Ausdrûcke, welche er seinenFigure» zu geben wutzte, vortreflich. Po-lygnotriS besatz dieftn ivichtigen Theil dcrKunst in einem hoheil Grade. Ma» wollteseine Bemûhung mit eincr ansthnlichen Sum-nie belohnen, er schlug aber solchcs grotzmu-thig aus, daher der griechische Ralh verord-ncte / datz man ihn aller Ortcn, wo er durch-rciscn wurdc, auf Koste» des gemeinen Wc-ftns ftcy halte» sollte. la Combe.

polystratus , fin Bildhauer von Ambra-cia; stcllte in einer Gruvpc den TyrannenPhalaris vor, der den Muttern ihre saugen-de Kinder von der Brust reisset und isset.Ein Werk wclches wegen seiner Kunst bc-wundcrt wurde. Iunius. G.porinos. Siehe Antistates.posidomus , ein Bildhauer und Silber-Arbciter zu Ephefo ; lcdte unter dem groffenPompejus. Siehe Ballon. Iunius. G.

posis , ein Bildformec; wutzte Traubcnund Fischc so wohl nachzuahmen, datz mansie schtverlich vor der Natur untcrschcidenkonte. Iunius. G.

posphorus (C. Julius), ein Baumei-ster des Kayscr Augustus; ist aus einerAufschrift welche Gruterus anfuhrt, bckant.Iunius.

postumius (C.) ein Banmeister; seine»Namen findet man in dcr Cathédral - Kircheder Stadt Terraccina, welche ehcmahls einTempcl des Apollo war. Stosch Prâf. p. 8.pothâus. Siehe Antiphilus.praxias, ein Bildhauer zu Athen, desCalamis Schûlcr, wird von Pausanias an-gcsûhrt. Iunius. G.

praxiteles, ein Bildhauer in Gricchen-land in der 104. Olynipiade; wutzte denMarmor so wohl zu bcarbeiten, datz esschiene, als ob er ihn durch seine Kunsr be-leben kônnte. Alle seine Werke waren vonsolcher Schônheil, datz man nicht wutzte,welchem man den Vorzuq geben sollte, manmutzte solches auf seine» eigeneu Ausspruchankommen lassen. Die berufene Pbryne,welche so schlau als schôn war , als sie vondiesem Kimstler die Erlaubnitz erhielt , seinvestes Stàck zu wâhlen, bediente sich einesListes dieses von ihm zu ersahren, sie beredte

ihn, eS seve Feuer in ,einer Werkstatt ausge-gangcn, Praxitelcs rufte ganz auNr sichstldst: Rettct meinen Satyr und meinen Cu-pido. Man sagt die Pnnzetzin Isabella vonEste hade diesc letztere Statue nebst einer an-dern von der Ha'nd des M. A. Buonarolibèstsscn, man zcigte jctztbcmeldte einem fran-zôsischen Gesankten, welcher sie hôchstens be-wunderte, da er aber die Arbeit des Prari-tcles sahe, schâmte er sich gleichsam, so vielcLobsprûche rider die erste verschwendct zu ba-den , und wutzte seine Morte zu finden, diè-se nach JFûrden zu erhebcn. la Combe. G.

praritelcs, mahlte in Wachs, und brach-te dicse Kunst znr grôtzten Vvllkommenhcit.Iunius.

Prapiteles , stellte den in dcr Wiege lie-genden und von einer Schlange umschlunge-ncn Roscius auf einem silberncn Gcfàtz ingetriebener Arbeit vor: Er verfertigte ausdieftm Metalle schr schône Spiegcl, und flo-rirte zu des grossen Pompejus Zeiten. Iu-nius. G.

priscus. Siehe ActiuS.

prodorus. Siehe Clesias.

protogencs , ein Mahler von CaunuSauf der Inful Rhodus und Zeitgenvtz desApelles; war anfânglich wegen Armuth ge-nothigt Schiffe mit Farben anzustreichen:Daràuf mahlte er allcrhand gemeine Gcgen-stànde, und einige Portraits, welche ihn ingrossen Rus brachten. Unter seinen Gemahl-den ist vornehmlich der Jâger Ialyssus be-kannt,. an welchem er sieben Iahre arbeite-te, und in dieser ganzen Zeir (damit er zusolcher Arbeit dcsto tàchtiger wàre) sehrnuch-tern lebte. Seine Werke waren in so ^gros-sir Achtung, datz als Demetrius die StadtRhodus belagerte, er licber die Belagcrungaufhcben, als gestatten wollte, datz diejenigeGegend der Stadt, in welcher Protogencsseine Werkstatt hatte, in Brand gesteckt wur-de , welches doch das einzige Mittel war,diesen Orl zu bczwingen. Die Wcise wie ermit Apelles bekannt wurde ist anmerkcns-wàrdig, dieser kam nach Rhodus, fand aberden Protogencs nicht zu Hache, er zeichueteeine Figur auf eine Tafel, welche Protoge-nes sogleich nach seiner Heimkunft fur des

Apelles