Buch 
Freundschaftliche Lehren / aus dem Französischen übersetzt
Entstehung
JPEG-Download
 

r6

Freundschaftliche

ten wiederfährt, und vor das noch Hülfs-Mittel übrig sind: sie selbst haben noch ei-nen Richter/ dem sie unterworfen sind.

Alle die, die wider die Gesetze schreyen,verdienen nicht, daß man ihnen Gehör ge-be. Wie viele beklagen sich über Unbille,die sie zu leiden glauben, nur darum, weilman sie verhindert, Ungerechtigkeiten zubegehen?

Es ist genug, daß die Gesellschaft über-haupt bey der Verwaltung der Gesetze, sowie sie insgemein ist, gewinne, um sich beyden Klagen einzeler Personen nicht aufzu-halten, die der Eigennutz fast allezeit ver-blendet, und die nicht im Stande sind, ih-ren Schaden mit dem allgemeinen Bestenzu vergleichen.

Das Glück der Gesellschaft ist der Vor-wurf aller Gesetze: sie würden sich selbstzernichten, wenn sie denselben aus den Au-gen setzen, und sich einen andern Zweck er-wählen würden.

Die Gesellschaften.

(?>ie Menschen sind zum Gesellschaftlichen^ Leben gebohren, gebildet, und mitSinnen begäbet. Diese Bestimmung derNatur ist der erste Grund ihrer Vereini-gung, und der Anfang der ersten Gesell-

schaf-