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Freundschaftliche Lehren / aus dem Französischen übersetzt
Entstehung
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zr Freundschaftliche

ten aufheben, zu denen sich die verbinden,die sich verheyrathen.

Die Gesellschaft findet ihren Vortheil inder Vermehrung der Menschen, aber ihrwahres Glück hanget von der Auferziehungderselben ab. Wenn man fich hat einbil-den können, die Neigung der Eltern gegenihre Kinder wäre genugsam zu einer gutenAuferziehung: so zeiget die Erfahrung, daßman fich betrogen. Kinder, zu denen mannicht Sorge trägt, ergeben fich der Ausge-lassenheit und dem Müßiggänge: Diesezwey Laster zeugen Ungeheuere, die die Ge-sellschaft zerreissen» ^

Die Niedrigkeit und die Verachtung diemarckmit der Begangenschaft derer ver-knüpft, die fich der Auferziehung der Kinderwidmen, hat diejenigen davon entfernet, diedazu die tüchtigsten wären. Nur Leute,die weder Muth noch Verstand genug ha-ben, etwas anders zu unternehmen, erge-ben fich diesem Handwerke, welches geehrtwäre, ehe es des Gewinns halber getrie-ben wurde: Die Eltern würden fich schä-men, ihre Kinder selbst zu erziehen.

Die Laeedemonier waren eine Zeitlangverbunden, ihre Kinder der Auferziehung,die ihnen die Republick sechsten gäbe, zuüberlassen. Wenn diese Verordnung ge-bauter hätte, so wären die Laeedemonier

noch