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gen, die unsere verschiedenen Alter tref-fen.
Man muß der Freundschaft etwas auf-opfern , wenn man an ihrer Gunst Theilhaben will.
Die, die allezeit fragen? wo ist denn dieFreundschaft? wo findet man sie? habendieselbe niemahls gesucht: überhaupt die,die der Freundschaft würdig find, habenFreunde, und die, die keine haben, findderselben nicht würdig.
Ich verehre das Zutrauen jenes Griechen,der seinen Freunden auflegte seine Kinderauszusteuren, und nach seinem Tode ihresVaters Stelle zu vertreten.
Ich kenne keine Menschen, denen dasLeben recht beschwerlich wird, als die, diekeine Freunde haben.
Die Mäugel, die der Menschlichkeit an-hangen, halten uns von der Ausübungder Freundschaft nicht ab: sie dienen nurdenen zum Verwand, die derselben nichtfähig find. Cs ist ein thorrechtes Begeh-ren, die Menschen vollkommen zu wünschen:Ich suche einen Menschen, sagte der Dio-genes, aber dieses Suchen erstreckte sichnicht auf einen Menschen okme Fehler.Die Laster allein können der Freundschaftschaden: sie spielet oft die Person bey dem
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