Die Regentschaft in Frankreich.
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ihm allein hcrstammtcn, ihm zum Theile benommen werden, da selbstseine Vorfahren ihm den Weg zu diesen bahnten, und er somit nurzur Vollendung brachte, was Andere begonnen hatten, so bleibt ihmimmer die Ehre, die Banfälligkcit des übrigen Europa mit sicheremAuge erkannt, und früh auf dessen Einsturz hin die nöthigen Plänegefaßt zu haben. Seit 200 Jahren war die abendländische Welt infortschreitender Auflösung begriffen; die gewaltsame Conccntrirungdes Nordostcn bildete dieser Mannigfaltigkeit gegenüber einen Gegen-satz, daß Europa unvermerkt seit Peter in zwei Hälften, eine russischeund eine nicht russische, sich zu sondern begann, von welcher dieletztere freilich die Veränderung erst gewahr wurde, als sie nicht mehraufzuhalten war. Für Rußland selbst waren die Einrichtungen PetcVs,der Umsturz des Patriarchates, die Verlegung der kaiserlichen Residenzvon Moskau weg, die Beseitigung aller politischen Vorrechte desGeburtsadcls, die Aufrichtung einer absoluten Herrschaft, wie sie ingleichem Maße selbst der Padischah der Osmancn nicht besaß, soungeheuere Umwälzungen, daß selbst eine feindliche Invasion größerehätte kaum hervorbringen können. Und dennoch war der einzigeWeg, um Rußland groß zu machen, es einerseits in den Gegensatzzu der ganzen historischen Ordnung seiner selbst zu setzen, und an-dererseits Westeuropa Alles zu entlehnen, was zur Vernichtung des-selben dienen konnte. Peter I. zögerte nicht, diesen Pfad der Hinterlistund Gewalt, welchen die Römer in der alten Zeit eingeschlagen undentarteten Völkern gegenüber bis zum Aeußerstcn — dem allgemeine!:Untergänge, verfolgt, als Rußlands Aufgabe seinen Nachfolgern vor-zuzeichnen. Dann starb er, mit dem Beinamen des Großen geziert,an einem Geschwüre, das er sich durch seine Ausschweifungen zuge-zogen hatte, und das durch seine Völlcrci unheilbar geworden war,im Zustande von Raserei am 8. Februar 1723.
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Die KMtZchck m FrMmch.
Ludwig XIV. lebte noch, und doch richteten sich schon aller Blickeauf den Herzog von Orleans, welchen seine Geburt und Herkommenznm Regenten während der Minderjährigkeit des Herzogs von Anjoubestimmten. Philipp von Orleans, ausgestattet mit militärischenTalenten, welchen die Eifersucht Ludwig's XIV. selten Gelegenheitgab, sich geltend zu machen, zeichnete sich durch seinen Verstand, durchseinen angenehmen und leichten Ton im Umgänge, sowie durch seine
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