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III. Zeitalter Friedrich's des Großen.
ihres Reiches. Rußland erhielt nämlich 2200 Quadratmeilen, mitIV 2 Millionen Einwohnern, Oesterreich zwischen 15—1600 Quadrat-Meilen, mit dritthalb Millionen Menschen, Preußen 600 Quadrat-Meilen mit neunmalhunderttauscnd Menschen, oder mit anderenWorten, Rußland erhielt den größten, aber am wenigsten bevölkertenund fruchtbaren, Oesterreich dagegen den fruchtbarsten und einträglichsten,Preußen den kleinsten, aber politisch bedeutendsten Theil. Das pol-nische Reich hatte fünf Millionen Einwohner verloren, und umfaßtefortan nur noch 9570 Quadratmeilcn.
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StNMStt.
In Dänemark war 1766 auf Friedrich V. der damals erstsicbcnzehn Jahre alte Christian VII. gefolgt. Dieser besaß zwar einigeAnlagen; er war aber aus verkehrte Weise erzogen worden und schonfrüh in die Hände schlechter Menschen gerathen, die ihn an eineausschweifende Lebensart gewöhnten, und dadurch nicht bloß seinenKörper, sondern auch seinen Geist schwächten. Als er die Regierungantrat, war seine Natur bereits so hcrabgedrückt, daß er nur nochan rohen Genüssen und Spielereien Gefallen fand, und stets in derGewalt dessen war, der ihn am besten unterhielt, oder ihm am meistenimponirte. Schon im ersten Jahre seiner Regierung vermählte ersich mit des Königs von England Georg III. Schwester, KarolineMathilde. Diese Ehe, in welcher ihm ein Sohn geboren wurde,war wegen des ganz verschiedenen Charakters der Königin und desKönigs eine unglückliche. Karoline Mathilde war gleich ihrem Brudereigensinnig und trotzig; sie besaß den Stolz einer Engländerin; siewar, wie die vornehmen Damen ihres Vaterlandes, gewohnt, rück-sichtslos ihren Liebhabereien und Leidenschaften zu leben, undhatte z. B. ein besonderes Wohlgefallen daran, die Amazone zuspielen.
Nach der Sitte damaliger Prinzen ging Christian im Jahre 1768auf Reisen. Bei diesem Anlaß lernte er in Altona den StadtphysiknsStruensee kennen und nahm ihn als Arzt in seine Dienste.
Dieser Mann wußte sich bald dem Könige unentbehrlich zu machen.Er verstand es nämlich, ihn auf angenehme Weise zu unterhalten undunterzog sich diesem lästigen Geschäfte stets anf's bereitwilligste,während der bisherige Gesellschafter Christians, der Graf Holt, ein