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manien getheilt, das (vom römischen Standpunkte aus)jenseits des Rheines und der Donau gelegene Stammlandaber durch die Bezeichnung Großgermanien unterschie-den, weßhalb denn auch das Wort Germanien zuweilenin der Mehrheit vorkommt, womit jedoch, wenn die aus-drückliche Bestimmung fehlt, in der Regel bloß die beidenrömischen Provinzen Kleingermaniens gemeint sind. DieSüddonauländer mit ihrer keltischen und keltisch-römi-schen Bevölkerung gehörten nicht zu Deutschland, sie wur-den erst später als Eroberungen hinzugefügt. Ihre römi-schen Namen waren in der Richtung von Westen nachOsten Rhätien, ein erstes (südliches) und ein zweites(nördliches, auch Vindelicien genannt), Norikum undPannonien.
8 5. Ruinen der Zerinunenvölster.
Die Germanen leiteten, wie alle Völker des Alterthums,denen die Uroffenbarung mit Hinterlassung schwacher Nach-klänge verhallt war, ihre Abkunft unmittelbar vom Him-mel, von den Göttern her; und zwar fabelten sie viel voneinem Gctte Teut (unverkennbar verwandt mit dem grie-chischen Worte »Leus" und dem lateinischen «äeu8°, wohlauch mit dem deutschen »Gott«, man darf nur an dieKinderaussprache >,Dott" denken), dessen Sohn Man(MLUU8) wie aus den Wolken gefallen oder aus dem Bo-den geschlüpft, <lkU8 terra e«kitu8 (ein aus der Erde er-zeugter Gott), wie sich der römische Geschichtschreiber Ta-citus ausdrückt, dem wir beinahe allein sämmtliche Nach-richten über die alten Germanenvölker verdanken, — des-sen Sohn Man, sage ich, ein Bild des ganzen Volkes,selbst nichts von Vater und Mutter und Heimat weißund nur die dunkle Ahnung hat, daß er gleich Schillers