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Wetierzeichen, Regen, Dürre und Krankheiten und weissagenaus den Sternen". *
Das Alles übten sämmtliche heidnische Völker des Alter-thums und namentlich auch die Germanen. Die Erfor-schung der Zukunft war sogar eines der Hauptgeschäfte^ ihrer Priester, und besonders ihren Frauen schrieben sieeine ordentliche Weissagungsgabe zu, die in einzelnen be-sonders auffallend und Ehrfurcht aber auch Scheu gebietendhervortrat. Solche kluge oder weise Frauen (Jdisi,wie sie genannt wurden) standen in der Noth des Vater-landes als Heldinnen auf und schreckten deu Feind durchihr Erscheinen, wie jene übermenschliche Gestalt, die demDrusus, als er die Weser überschritten hatte, sein nahesEnde weissagte und ihn dadurch zur 'Rückkehr bewog, aufwelcher er durch einen Sturz vom Pferde wirklich seinen- Tod fand. Zu ihnen gehörten namentlich Veleda und
Aurinia, von denen Tacitus im neunten Kapitel seinerEormgois schreibt: »Wir haben gesehen, wie unter Ve-spasian Veleda lange bei den Meisten für eine Gottheitgalt. Aber auch vor Zeiten verehrten sie Aurinia undAndere mehr, nicht aus Schmeichelei, nicht als könntensie Gottheiten schaffen".
Diese weisen Frauen, welche gleichsam Berufs halberWeissagung und Zauber übten, besonders Krankheiten auf^ diesem Wege heilten, aber auch hervorriefen, erscheinen
Anfangs meist im Gefolge von Gottheiten, besonders weib-lichen. Sie hielten unter ihrer Anführung ihre regelmäßi-gen, größtcntheils nächtlichen Umzüge, weßwegen sie imLaufe der Zeit auch Nachtfahrerinnen genannt wurden.
'' Gevrgii in dem Artikel ZlsKis in Pauly's Realencyklv-pädie.
Einfuhr, d. Christenthums. 1.
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