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IN den Grund, und unaufhaltsam brach das Verderbenherein. Die unaufhörlichen Kriege kosteten unaufhörlickGeld, und die sich durch blutige Waffenthaten auszeich-neten, mußte man wieder auszeichnen, wenn man Nach-eiferung erwecken wollte. Wo sollte man nehmen, um gebenzu können? »Wo nichts ist«, sagt das Sprüchwort, «hatder Kaiser das Reckt verloren.« Man zahlte mit den Aem-lern und Schätzen der Kirche. Und nichts wird schnellerzur Gewohnheit, als der Eingriff in fremdes Eigenthum.Das Sprüchwort sagt zwar: »Einmal ist keinmal«. DieSprüchwörter lügen selten, aber wenn eines lügt, so lügrdieses. Einmal ist tausendmal. Der Kirchenraub wurde zurTagesordnung.
H tOö. Karl Martell treibt diesen Unfug auf die Spitze.
Eine der hervorragendsten Persönlichkeiten des neuenGeschlecktes, das auf den Thron des neuen Frankenreichesberufen war, der Mann, den die göttliche Weltregierungder Gnade würdigte, der Kirche und der Welt den größtenDienst zu erweisen, welcher ihnen je erwiesen werden konnte,das Kreuz zum Siege über den Halbmond zu führen,- derden Vertilgungskrieg gegen dasselbe erhoben hatte, selbstKarl Martell, der Retter der Kirche und der Welt,-war es gerade, der den Unfug auf die Spitze rrieb, aberdarin seine Entschuldigung fand, daß er die Schätze derKircke nur im Dienste der Rettung und Verbreitung desEchristenthums verwendete. »Den Kern seiner Heere bildetenPip in's, seines Vaters, Gefolge, und weil dieß nicht aus-reichte, Miethstruppen und Söldner. Diesen mußte ergroßen Lohn, große Ungebundenheit geben. Da die uner-meßliche Beute, welche in seinen Feldzügen aus Freundes-und Feindesland gewonnen wurde, die Verleihung der