Band 
Zweiter Theil.
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XVIII

und Pflege der Aussaat fällt dann nächst den Gläu-densboten wieder an den nun zu seiner Pflicht zurück-geführten einheimischen Episkopat und die auf dem um-gebrochenen Felde errichteten S eel sorg erstellen, formean die Großen des Reichs. Das Meiste aber leisten dieKlöster. Die Vollendung des Anbaues endlichübernimmt nächst den Klöstern, welche auch hier wie-der das Meiste thun, der Mann, der vorzugsweise derApostel der Deutschen genannt werden muß, der heiligeBonifacius, der Ordner des Ganzen. Das Weiterefällt dann natürlich außer den Klöstern unv ihren Geist-lichen auch wieder den ordentlichen Bischöfen undder ihnen untergeordneten Pfarrgei st lichtet t, und ins-besondere wieder den Großen des Reichs, namentlichdem Oberhaupte des Staates zu.

Dieß die Momente, die wir für die Geschichte derEinführung des Christenthums im südwestlichen Deutsch-land unserer Eintheilung und Behandlung zum Grundelegen müssen. Aber bevor wir zu dem Werke selbst schrei-ten, haben wir noch Bericht von den Quellen undQuellen sammlungen zu erstatten, aus denen wirschöpfen.

Ich fasse diesen Bericht am zweckmäßigsten in denRahmen einer Geschichte der Geschichtfchreibungunserer Väter.

Die Geschichtschreibung der deutschen Vorzeitin den frühern Tagen oder die Quellen.

Erste Zruppe. Arzeit.

Die deutschen Lande waren wohl schon ein Jahrtau-send lang von deutschen Völkern bewohnt, ehe die Ge-