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angehörige Geograph von Ravenna (KeoZrapliuskÄvennas), von einem ungenannten Verfasser. Er findetsich, wie der kleinere geographische Nachlaß des römischenReiches, im ersten Bande der Bouquet'schen Sammlung.Mit ihm verstummt die Geographie der alten Welt fürnahezu ein. Jahrtausend. Wo Völker wandern und derBoden mit jedem Jahre seine Bewohner wechselt, findetdie Länderkunde keinen Grund mehr. Der ganze Gärungs-prozeß des Mittelalters mußte zuvor beendet sein, bis einesichere Hand unter der Herrschaft eines scharfen und um-fassenden Blickes wieder ein Kartennetz anlegen und dieverschiedenen Länder und Städte und Felder und Wäldermit ihren Bewohnern in die verschiedenen Fächer eintragenkonnte. Kaum war die Möglichkeit dazu gegeben, somachte sich auch der eiserne Fleiß der Forschung, besondersder Deutschen, an's Werk und grub mit unsäglicher Mühean allen Enden und Ecken des ganzen versunkenen Welt-reichs alle Bausteine bis auf die kleinsten Kiesel aus demSchütte hervor. Nicht nur die Pergamentrollen, die manaus den verborgensten Schlupfwinkeln hervorziehen mußte,auck die Grabsteine und die Gräber, alle Arten von
Ueberresten der für immer dahingeschiedenen Vergangenheit,selbst die Sterne wurden vor das Verhörgericht geladen,Rede und Antwort zu geben über das Gewesene, und
siehe, der Bau der alten Welt fügte sich wieder wie von
selbst aus seinen zerstreuten Trümmern zusammen und
stellte sich leib- und lebhaft und nach allen Seiten vollendetdem staunenden Auge dar, so daß sich jetzt der Gymna-sialschüler leichter in demselben zurechtzufinden weiß, als zurZeit, in welcher dieser Bau wirklich stand, ein Pliniusoder Ptolemäus sich in demselben zurechtzufinden wußte.
Doch greifen wir der Entwicklung nicht vor, wir stehen