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neuen Ordnung der Dinge hinübergeholftn, seine Geschichteund seine Geschichtschreibung wären beide in ihren erstenAnsängen wieder in's Nichts zurückgesunken. Der ersteund letzte diesem hohen Beruft wirklich gewachsene, diesesgroßen Namens wirklich würdige Geschichtschreiber deralten Franken ist
Gregor von Tours,
von Geburt, Bildung und Anschauungsweise ein Römer.»Seine Familie gehörte zu den angesehensten Galliens inder Zeit der sränkischen Eroberung, ja er selbst nennt siegeradezu die erste. Wie viel Gewicht aber auch Gregorauf diesen seinen römischen Adel legte, er schlug doch nochhöher die Bedeutung an, welche sein Haus in der KircheGalliens gewonnen hatte. Viele Mitglieder desselben hartensich nach der Sitte der Zeit dem geistlichen Stande ge-widmet, waren in demselben zu den höchsten Würdenemporgestiegen und hatten hiedurch ihrer Familie einenGlanz verliehen, der die weltlichen Ehren derselben weitüberstrahlte.
»Gregor wurde um das Jahr 540 in der Haupt-stadt der Auvcrgne, damals Arverna, jetzt Clermontgenannt, geboren. Diese Stadt, die Wiege seines Geschlechts,halte in den letzten Zeiten der Römerherrschaft eine großeBedeutung gewonnen. Sie hatte in der Mitte des fünftenJahrhunderts in Avitus Rom einen Kaiser gegeben undnicht minderen Ruhm durch dessen Eidam, SidoniusApollinaris, erlangt, einen Mann, der sich durch ferneGeschicklichkeit in weltlichen Geschäften, seine würdigeFührung des bischöflichen Amtes und seine gelehrte Bil-dung in gleicher Weift hervorthat. Aber in die Kämpftder Zeit hineingezogen, erlitt die blühende Stadt viele