Band 
Zweiter Theil.
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Kaiser hatten den Grundsatz, immer bloß einen Theilwechseln zu lassen; nur in drängenden Fallen zog manganze, ja mehrere Legionen weg, einen Kern der Besatzungließ man immer stehen.

Die Legionen wurden nach Ordnungszahlen benannt,die erste, zweite u. s. w., und führten daneben in der Re-gel noch ihre eigenen Namen; so hieß die einundzwanzigsteRspax, die räuberische, u. s. w. In diesem Falle, wo diedie Legion noch ihren besondern Unterscheidungsnamenführte, konnte ihr ohne Furcht vor Verwechslung dieselbeNummer gegeben werben, die schon einer andern gegebenwar; und in den Bürgerkriegen, wo ein Feldherr gegenden andern zog, und jeder seine besondern Legionen er-richtete, konnte und mußte an sich schon dieselbe Nummerzwei- und mehrmal vorkommen. So nennt uns Dio Cas-sius, der eine römische Geschichte von der Erbauung Rom'sbis zum Jahre 229, in welchem er die Konsulwürde be-kleidete, in 80 Büchern schrieb, von denen die ersten 36ganz, die übrigen zum Theil verloren gegangen sind (55,23) drei dritte und zwei sechste Legionen. Wir dürfenuns deßhalb, wenn uns dieselbe Nummer an verschiedenenOrten begegnet, dadurch nicht irre machen und zu über-eilten Schlüssen verleiten lassen. Tacitus, der in seinen«Jahrbüchern« oder «Annalen« die römische Ge-schichte vom Tode des Augustus bis Galba (!4 —68),(wovon jedoch die Bücher, welche die Geschichte der beiden letzten Jahre geben, verloren gegangen sind), be-schreibt und dieselbe in seiner Zeitgeschichte, den «Hi-storien«, soweit uns diese, die im Ganzen bis zumTode Dominan's (96) reichen, auf uns gekommensind, bis zur Belagerung Jerusalem's durch Titus (70)fortführt, macht in diesen beiden Werken mehrmals