Band 
Zweiter Theil.
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von Jonas) ausdrückt, im Jahr 596, starb Childebert.Dadurch ließ sich nun Janas beirren. Er, der schon mit27 Jahren vom Schauplatze der Welt abtritt, erschien ihmbloß als eine flüchtige, rasch vorübereilende Erscheinungaus dem Throne. Als eine solche sührt er ihn auch derSeele des Lesers vorüber, wenn er in aller Kürze berich-tet: «Nachdem Sigbert aus Anstiften seines Bruders Chil-perich, der sich damals in Tornacum (Tournay) aufhieltund von Sigbert auf den Tod verfolgt wurde, in demnicht fern von der Stadt Aravia (Arras) gelegenen könig-lichen Schloß Victoriacum (Vitry) ermordet worden war,kam nach dem Willen seiner Gemahlin Brunechilde dieHerrschaft an seinen Sohn Childebert, und als die-ser noch in den Jünglingsjahren starb, andessen zwei Söhne Theodebert und Tkeodo-rich.« Jonas vergaß ganz und gar, daß der siebenund-zwanzigjährige Jüngling schon als fünfjähriger Knabe aufeinem Tbron gesessen, und rückt seinen ersten Regierungs-antritt bis in die Zeit seines zweiten herunter. Damitverschmelzen ihm auch, wie seine beiden Regierungsantritte,so seine beiden Regierungsvorgänger in Einen, Sigbertund Guntram werden ihm zu einer und derselben Person,und diese Person sührt für ihn, wie es am nächsten liegt,den Namen von Childcbert's Vater, Sigbert, und herrschtbis zum Regierungsantritte Childcbert's, d. h. bis zumJahre 593 über beide Reiche, Austrasicn und Bur-gund. Wir aber müssen, nun der Irrthum nachgewiesenund der wahre Thatbestand herausgestellt ist, die beiden inEine Person verschmolzenen Vorgänger Childcbert's wieder inzwei sondern, einen König Sigbert von Austrasicn, der imJahre 575, und einen König Guntram von Burgund,der im Jahre 593 aus dem irdischen Leben scheidet.