mich und meine Genossen, wie wir sür euch beten, undbehandelt uns nicht als Fremde, denn wir sind EinesLeibes Glieder, seien wir aus Gallien, Britannien oderIrland«.
Die Sache stand anders, als der Hof die Ausstoßungder Heiligen betrieb. Sie wurden im Jahre 609 abermalszur Verantwortung gezogen; man griff aber die Sachedießmal noch kleinlicher an; man machte ihnen zum Vor-wurf, daß sie ihre Klöster jedem Unberufenen verschlössen;und der König übernahm es sogar in eigener Person,ihnen diese allgemeine Beschwerde, wie er sie nannte, kund-zuthun. Er erschien in Luxovium und sprach: »Was solldas sein, daß ihr von den Bräuchen des Landes abwei-chet und nicht allen Christen den Eintritt in die innernKlosterräume gestattet?« Auf diese Vorwürfe — wir lassenwieder Jonas sprechen, den Biographen unsers Heili-gen — auf diese Vorwürfe erwiederte Columban —denn er war unerschrocken und starken Muthes — es seiseine Gewohnheit nicht, weltliche Menschen in die Woh-nung der Knechte Gottes einzulassen, jedoch habe ersonst geeignete Räume, in denen Alle aufgenommen wer-den, die nur kommen mögen. Darauf sprach der König:»Wenn du noch länger die Gaben unserer Gunst undGnade genießen willst, so muß künftighin Jedermannüberall Zutritt haben«. Columban antwortete: »Wenndu in irgend Etwas die Ordnungsregel zu verletzen ge-denkst, will ich deiner Unterstützung nicht weiter genießen.Kamst du aber hicher, um die Klöster der Knechte Gotteszu zerstören und ihre Zucht und Ordnung aufzulösen, sowisse, daß dein Reich mit dem ganzen königlichen Ge-schlechte untergehen wird«. Schon hatte der König in sei-ner Bcrmessenhcit das Refektorium betreten; aber erschreckt