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das königliche Gewand und die für sie bestimmt geweseneKrone Herbeibringen und sprach: „Komm heran zu mir!«Sie, in der Meinung, daß sie aus der Kirche fortgeführtwerden sollte, umklammerte fester das Horn des Altares. Dasprach der König mit lauter Stimme zu ihr: „Fürchte dichnicht zu mir zu treten, Alles wird heute nach Deinem Wortegeschehen«. Sie aber erwiederte, ihr Haupt auf den Altarlegend: „Siehe, ich bin eine Magd des Herrn,mir geschehe nach seinem Worte« (Luc. 1, 38).König Sigbert ließ sie durch die Priester vom Altar weg-führen und vor sich bringen, dann schmückte er sie mitdem königlichen Gewände und Schleier, setzte ihr dieKrone aus's Haupt und übergab sie dem Herrn mit denWorten: »Wie du in diesem Schmucke mir bestimmtwärest, so schenke ich dich deinem Herrn, Jesus Christus,zur Braut«. Alsdann ergriff er ihre Rechte, legte sie aufden Altar, und man sagt, bei'm Weggehen hätte er eineThräne vergossen. Hierauf ließ er sie wieder vor sichkommen und rn der Pfalz sich an seine Seite setzen, ehrtesie durch viele Geschenke und übergab ihr das Frauen-kloster, welches in der Stadt Metz zu Ehren des heiligenPetrus erbaut war. Dorten ist auch das eben Berichtetegeschehen. Das Mädchen aber hatte das Alles aus denRath des Gottesmannes gethan, der sie mit Hülse desHerrn den Teufeln entrissen hatte.
Eine Bischofswahl.
Der mehrerwähnte Johannes (den der Gottesmann zusich genommen hatte, um ihn für den erledigten Stuhlvon Constanz zu einem würdigen Bischöfe heranzubilden)lernte von seinem gottseligen Meister vielfache Weisheit,die Auslegung der göttlichen Bücher und die Handarbeiten,