Band 
Zweiter Theil.
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so weit überlegenen Gegners haben, ehe er an einen Kriegs-zug in dessen Reich denken konnte. Brunechilde aber ver-weilte mit den Kindern des Verstorbenen noch eine Zeitlang in Metz, um den Aeltesten, Sigbert, auf seines Va-ters Thron zu setzen. Und eben diese Zeit wäre es nun,die sie zur Vermählung des eilfjährigen Thronerben an-gesetzt gehabt hätte. Erst nach der Vermählung gedachtesie ihn dann nack Thüringen zu schicken, um sich, nunsie des Beistandes der Alamannen gewärtig sein könnte,auch dieses Volk zur Hülse gegen den nunmehr heranzie-henden Chlotar aufzurusen. Fürwahr die Zeitumständesind so weit entfernt, unsere Erzählung Lügen zu stra-fen, daß sie im Gegentheile die Wahrheit derselben er-härten.

Zweitens und drittens, der Einwurf, Bischof Cy-prian von Arles sei eine völlig »»historische Person, hatso wenig Gewicht, daß gar nicht abzusehen ist, wie eineKritik, die doch sonst allen Bischofskatalogen unnachsichtlichden Stab bricht, nicht errölhet, denselben nur vorzubrin-gen. Er verdient nicht einmal eine Widerlegung. Dasselbegilt wo möglich noch in einem höheren Grade von derEinwendung, daß sich in dem Verzeichnisse der Aebtissin-nen von St.Peler in Metz eine Fridiburga nicht nach-weisen lasse; sagt doch Rettberg selbst, daß die für jeneZeit aufgeführte Aebtissin Walbrade «als ziemlich apo-kryphisch erscheine«.

Doch wir sind mit unserer Widerlegung noch nicht zuEnde. Die verneinende Kritik wählt sich, um unsere Bio-graphie zu stürzen, noch einen zweiten Angriffspunkt, dieBischofswahl von Constanz. Hier ist sie aber so gerecht,nach kurzem Anlaufe wieder zum Rückzüge zu blasen.«Herzog Gunzo«, fährt Rettberg fort, «trug dieses Bis-