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einen Diaconus, der sich eben zu einer Reise nach Romanschickte, zur Seite mit dem Auftrage, dem geliebtenJünglinge bis zu ihrer Ankunft in Utrecht nicht mehr vonder Seite zu weichen.
Es war im Spätherbste des Jahres 774, als Liudgerwieder in die Arme seines verehrten Vaters Gregor zurück-kehrte, gerade noch zu rechter Zeit, um dessen letzte Mo-nate mit dem milden Glänze der Hoffnung zu verklären,die er selbst erweckte. Unaussprechliche Wonne erfüllte denhochverdienten Greis bei dem Anblicke des allversprechcn-den Jünglings, in welchem er gleichsam seine eigene Jugendverklärt wiederkehren sah. Er hing mit ganzer Seele an dengeliebten Zügen, aus welchen eben so viel Weisheit alsDemuth, eben so viel Geist als Seele und Seligkeit blickte,und er konnte sich nicht satt lesen an den Briefen und Zeug-nissen, die der treffliche Jüngling mitbrachte, und er lassie immer wieder und wieder und verglich ihren Inhaltmit dem Sigel, welches er in dem theuern Antlitze ab-gedrückt sah, und konnte sich nicht satt sehen an dem kost-baren Bücherschatze, der als Geschenk seines hochverehrtenMeisters eine zweite Bestätigung des Inhaltes dieser Pa-piere war. Gregor wurde, wie sich der Leser erinnert, am25. August 775 zur Empfangnahme seines Erbes in dieWelt der Vergeltung abgerufen. Noch in demselben Jahreschickte sein Nachfolger Alberich unseren Liudger nachDeventer, auf daß er allda die ein Jahr zuvor von denHeiden zerstörte Kirche, die Begräbnißstätte ihres 773 ge-storbenen Erbauers Lebuin, wiederherstellen sollte. Erthat es im Aufblicke zum Herrn, und der Herr segnetesein Werk und schützte den Bau, die heutige Kirche zuSt. Marien und Sr. Lebuin, vor abermaliger Zer-störung und gab ihm in wiederholter Erneuerung, der