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gezeigt im Westphalenlande. Bei dem Flecken Biller-beck z B., im heutigen Sprengel von Münster, befindetsich noch ein Ludgeriborn, ein mit Steinen ausge-legtes Wasserbecken, in welchem unser Heiliger seine Neu-bekehrten getauft hat, und die Kirche des Ortes ist inihrer ersten Anlage noch ein Werk des großen Apostels;ebenso die Kirche der Stadt Coes selb und eine zahl-lose Menge anderer rühren noch von ihm her. Er bedeckteseinen ganzen unermeßlichen Sprengel mit Gotteshäusern.Die Mittel dazu nahm er zum Theil aus seinem Privat-vermsgen, von dem er sich nur als den Verwalter be-trachtete, von Gott dazu aufgestellt, es ausschließlich fürdas Reich Gottes zu verwenden, zum Theil zog er sie durchdie Macht seines Wortes und Beispieles aus der Opfer-bereitwilligkeit seiner Gläubigen, die er zu der gleichenAnschauungsweise zu erheben verstand. Ein altes Gemäldeder Domkirche zu Münster z. B. stellte die Ankunft vonFrisen dar, wie sie dem heiligen Paulus, welchem Liud-ger seine Münsterkirche geheiliget, ihre Gaben darbrachten,bestehend in Gold, Pferden, Käse u. s. w. Die reichsteUnterstützung für seine heiligen Zwecke fand Liudger nächstdem großen Könige der Franken bei dem Grafen Egbert,einem geborenen Sachsen, welchem Westphalen zur Ver-waltung übergeben war. Besonders war es dessen Ge-mahlin, die heilige Jda, die Tochter eines vornehmenfränkischen Geschlechtes, die ihm eine freigebige Hand zurGründung und Ausstattung seiner Stiftungen reichte. Siebaute selbst eine Kirche zu Herz selb, an der Lippe, wodie Erbgüter ihres erlauchten Gemahls lagen. Einen andernBeförderer seiner heiligen Zwecke hatte Liudger an seinemSchwager, einem sächsischen Grafen mit Namen Rot-bart, der im Jahre 779 in einer Schlacht unter den
Einführ des Christenthums. Vr. 7