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Sclheim an diese Reliquien vergabt »zum Gebraucheder Diener Gottes, welche der Bewahrung dieser Heilig-thümer gewürdigt waren;" und am 6. Dezember des-selben Jahres wurde auch das bedeutende Hofgut Liuding-Hausen, die Wiege des heutigen Städtchens Lüdinghausen,an den Abt Liudger überlassen, daß er nach Gefallen dar-über verfügen möchte. Zur Erwiederung dieser Schenkungenübernahm dann das Kloster die ständige Seelsorge der Be-völkerung, die auf den betreffenden Gütern angesiedeltwar, und errichtete in deren Mitte auch das kirchliche Ge-bäude, welches dazu erfordert wurde. Dies geschah nament-lich in den beiden letztgenannten Orten.
Am 26. April 802 nahm Karl der Große in einereigenen Urkunde das von unserem Heiligen an dem OrteWerd ina am Ruhrflusse im Waneswalde errichteteMönchskloster sammt allen dazu gehörigen und noch dazufallenden Gütern und Besitzungen in seinen landesherrlichenSchutz. Noch in demselben Jahre wurde sofort der Ausbander Kirche und des Klosters vollendet, und beide demOrden des heiligen Benedikt übergeben. Liudger übernahmals »Abt" die Leitung der Gemeinde und ihrer Ange-legenheiten auf die ganze Dauer seines Lebens, setzte ihraber einen seine Stelle vertretenden »Provisor undAdministrator" in der Person seines Bruders Hilde-grim, als jedoch dieser vom Kaiser bald darauf zum Bi-schof von Chalons ernannt wurde, seinen Neffen Ger-frid, der später ihm selbst auf dem bischöflichen Stuhlevon Münster folgte. Bald empfand die ganze Umgegendden Segen des neuen Benediktinerstiftes. Denn die Be-völkerung desselben lichtete mit Wort und That, mit Lehreund Beispiel die Nacht der Waldungen wie die Nachtder Herzen und schuf Natur und Menschen in würdige