Band 
Sechster Theil.
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seinem Tische auch die Armen mit den Reichen, und immerwürzte er sein Mahl mit geistreichen und frommen Ge-sprächen. Einfach und schmucklos erschien auch seine Woh-nung; selbst seine Kirchen ermangelten der äußern Zierde.Die Verleumdung machte ihm ein Verbrechen daraus under mußte sich eines Tages sogar vor dem Kaiser darüberverantworten. Er ward an das Hoflager geladen. Dortangelangt nahm er seinen Aufenthalt in einem Hauseneben der Pfalz. Karl ließ ihn sofort am nächsten Mor-gen zu sich entbieten. Der fromme Bischof aber, gerademit seiner Morgenandacht beschäftigt, ließ ihm sagen, erwerde sich nach Vollendung derselben alsbald einstellen.Ein zweiter und dritter Bote erhielt dieselbe Antwort.Seine Feinde frohlockten. Als aber Liudger endlich vordem Kaiser erschien und auf dessen Frage, warum er erstnach mehrmaliger Aufforderung komme, dreist erwiederte:„Weil ich glaubte, Gott dem höchsten König, dem Herrn

erklärlich aber ist der Name für eine Colonie von Werden, welchesletztere damit nur seinen Heiligen geehrt halte. Ein SchwestersohnLiudger'S und seines Bruders Hildegrim, des Bischofes vonEchalons, Hildegrim II., wir 853—886 Bischof von Halberstadt,zugleich aber auch Abt von Werden. Sehr leicht erklärt sich durch ihnoder in Folge der in ihm angeknüpften Verbindung die Ausführungeiner Lolonie von Werden in den haiberstädtischen Sprengel, die dannden Namen Liudger's erhielt, und dadurch sehr leicht den Schluss her-vorrief, daß Liudger persönlich dort gewirkt und das Kloster gestiftethabe. Jedenfalls findet sich nirgends eine Spur in der Geschichtschrei-bung, daß das Ludgerikloster bei Helmstädt vor diesem Hildegrim II.bestanden habe, und nun dürfte es auch nicht zu kühn sein, die sonstübliche Ansehung Hildegrim's I. als ersten Bischofs vonHalberstadt —> von welcher ich völlig Umgang nehmen zu müssenglaubte — des Mannes, der doch den Quellen zufolge noch 809 Bischofvon Cbalons war, als eine Verwechslung des Oheims mit dem Neffenzu betrachten." Nach Rettberg's Kirchmgeschichte ?c. rc.