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man Boten an Gerburgis nach dem eine Stunde ent-fernten Frauenklostcr zu Notteln sandte. Sie begab sichmit ihrem Neffen Gersrid, der sich gerade bei ihr be-fand, unverzüglich auf den Weg. Aber zu schnell war in-dessen das letzte Stündlein hereingebrochen, wo der treueArbeiter eingehen sollte in die Freuden, die kein Augegesehen, kein Ohr gehört hat, und die in keines MenschenHerz gekommen sind.
Mit innigster Demuth und vollstem Glauben empfingder ehrwürdige Bischof nun aus Erden zum letzten Maledas heilige Mysterium der unsichtbaren Einkehr seines Er-lösers in der allerheiligstcn Communion, um dann denherzlichsten Abschied von allen Anwesenden zu nehmen undihnen die liebevollsten Grüße und die treuste Erinnerungan alle Fernen zu übertragen. Auch die zeitlichen Ange-legenheiten seines Bisthumes bestellte er noch mit dergrößten Umsicht, und verordnete in Betreff seiner selbst,Laß man seinen Leichnam in seinem geliebten Werdenbeisetzen sollte. Bald darauf schwebten die Engel Gotteshernieder, seine freudige und reine Seele in den Schooßfernes himmlischen Vaters hinaufzutragen. Und siehe,eine seltsame Erscheinung am sichtbaren Himmel gabZeugniß von dieser Uebertragung, der gerechte Gott wollteDenjenigen, der ihn auf Erden verherrlicht hatte, amSchlüsse seines irdischen Lebens auch noch vor den Augender Menschen verherrlichen. Nicht nur Gerburgis undGersrid sahen, als sie noch auf dem Wege nach Billcr-beck waren, einen lichten Glanz aus diesem Orte zumHimmel steigen, sondern auch viele Andere haben dasselbeZeichen wahrgenommen und haben bezeugt, daß die Nachtfür einen Augenblick, den Augenblick seines Sterbens,zum lichten Tage geworden.