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mir Papst Stephan mitgetheilt, daß, wie er nachmalsChristophs Nachfolger Anastasius und den SubdiaconusGemmulus an ihn abgesandt habe mit der Aufforderung,das Versprochene zu leisten, der König ihnen den Bescheidgegeben habe: Papst Stephan solle zufrieden sein, daßer ihm Christoph und Sergius aus der Stadt geschaffthabe, und nicht weiter seinen Gerechtsamen nachfragen;denn wenn er ihn nicht aus der Schlinge ziehe, werde esihm schlecht genug ergehen, sintemal der FrankenkönigKarl als Freund dieser beiden entschlossen sei, deren Todzu rächen, mit einem Heere nach Rom zu ziehen und denPapst gefangen zu setzen/' Wie nun aber die Gesandtenversicherten, daß König Desiderius dem Papste nunmehrseine sämmtlichen Versprechungen unverbrüchlich haltenwerde, schickte Hadrian den Schatzmeister Stephanusund den Kämmerer Paulus Afiarta an den Longo-bardenkönig ab, um diese Sache in's Reine zu bringen.Allein schon in Perusia kam diesen die Nachricht zu, daßDesiderius das ganze Herzogthum Ferrara in Besitz ge-nommen habe.
Noch nicht zwei Monate saß Hadrian auf dem StuhlePetri, als dies geschah. Nach dem belagerte Desideriusauch noch Ravenna und nahm das ganze Gebiet umdie Stadt mit Allem, was darinnen war, in Besitz. DerErzbischof Leo aber und die Bürger der Stadt schicktenGesandte nach Rom und ließen den heiligen Vater flehent-lich um Hülse bitten. Da ersuchte Hadrian den Königdurch Briese, sogleich wieder herauszugeben, was er ansich gerissen, und machte ihm heftige Vorwürfe, daß ersein Versprechen so schlecht gehalten. Desiderius aber ant-wortete, er werde nichts vom Allem herausgeben, bis derheilige Vater in Person zu ihm komme, es in Empfang