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bald auf Worms, bald aus irgend einen andern dazumalbevorzugten Ort.
Sei sie aber nun gestanden, wo sie will, diese Wiege,die Friedensklänge, die sie umsäuselten, verhallten imSturme des Aufruhrs. Kaum hatte der Tod dem gewal-tigen Helden den Hammer aus der Hand genommen, alsan allen Enden des Reiches die Flamme der Empörungaufloderte. Seine beiden Söhne, Karlmann und Pipin,welche die Regierung gemeinschaftlich übernahmen, wußtennicht, wohin sie zuerst sich wenden sollten, schlug doch dasFeuer im Eigenen Hause zum Dache hinaus. Der Herddes Brandes aber lag im Lande der Bajovaren. Die Ba-jovaren oder Bayern, die Söhne des Kernvolkes der altenGermanenwelt, der Hermunduren, machten den Frankenden Rang streitig. Sie hatten zwar den Nacken unter Karlden Hammer gebeugt und einen Herzog, obwohl ein Gliedihres einheimischen Regentenhauses der Agilolfinger, ausder Hand desselben empfangen, Odilo; der Frankenfürsthatte sogar eine Tochter aus diesem Hause, mit NamenSone Hilde, freilich nur »nach salischem Rechte« zurEhe genommen; aber eben daraus zog die verborgeneGluth den sie zur Flamme anfachenden Hauch. Sonehildewurde die Mutter Griso's, und Karl ließ sich von ihrverleiten, diesem Sohne eines Nebenweibes auf Kostender rechtmäßigen Erben kurz vor seinem Tode noch nach-träglich einen Antheil aus der Mitte seines Reiches aus-zuscheiden. So wie der große Herzog die Augen schloß,entbrannte der Bruderkrieg. Die Agilolfingerin gedachteihrem Hause das ganze Reich in die Hände zu spielenund ließ sich zu diesem Behufe in eine Verschwörungmit Odilo, dem Herzoge der Bajovaren, ihrem Oheime,ein. In Folge deren nahm dieser eine Tochter des ver-