Band 
Sechster Theil.
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Aeltere, hielt's nicht allzu lange aus, er suchte den Friedenin Gott und entsagte im Jahre des Heils 7-17 mit seinenbeiden Söhnen der Herrschaft und ging in's Kloster.Grifo war sein Gefangener gewesen, Pipin, nunmehrAlleinherrscher des ganzen Reiches, gab ihn frei und botihm Liebe um Liebe, der Undankbare aber lohnte ihm mitder Mordbrennerfackel. Er ging zu den Sachsen undwaffnete diese Erbfeinde der Franken gegen sein Vater-land, und wie sie dem allsiegreichen Schwerte Pipin'serlagen, trug er die Flamme des Aufruhrs wieder zu denBayern. Sein Schwager Odilo war gestorben und hatteeinen sechsjährigen Sohn hinterlassen, Thassilo. Indessen Namen führte seine Mutter, die Herzogin Wittwe,CHiltrud, die Regierung. Grifo verband sich mitLonfrid, dem Herzoge der Alamannen, setzte mit dessenHülfe Mutter und Sohn gefangen und warf sich zumunabhängigen Herzoge der Bayern auf. Wie Pipin daserfuhr, rückte er mit einem Heere herbei, besiegte die Auf-ständischen, führte Grifo und Lonfrid als Gefangeneweg und setzte den Thassilo wieder in sein Herzogthumein. Mit seiner gewohnten Milde aber verzieh er demtreulosen Bruder und belohnte ihn sogar mit zwölf Graf-schaften im Innern des Reiches. Der aber schlug das nachseiner Art wieder gering an und ging zu Waifar, demabtrünnigen Herzoge der Aquitanier, nach Waskonien,nachmals die Gascogne genannt.

Mittlerweile hatte Pipin das alamannische Herzogs-haus abgethan und die Verwaltung des Landes frän-kischen Grafen übertragen, den Bayerherzog Thassilo,seinen Neffen, zwar in seiner Würde belassen, aber sichdabei ausdrücklich die Oberhoheit über das Land vorbe-halten und der Herzogin Mutter, seiner Schwester Chi l-