Band 
Sechster Theil.
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Schlußwort.

Mit diesem sechsten Theile meines Werkes ist dieGeschichte der Einführung des Christenthumsunter den germanischen oder ursprünglich deut-schen Völkern vollendet, und wir haben nun einhistorisches Ganzes, eine abgeschlossene und vollständigeGeschichte der Einverleibung des Christenthums in dieGermanenwelt, vor uns. „Das Geschichtsgemälde aber be-darf" (habe ich im Schlußworte meines fünften TheilesjS. 429s gesagt) »gleich jedem andern Gemälde seinesGrundes, nicht nur gegen die Tiefe, sondern auch gegendie Breite. Ich konnte meinen Gegenstand nicht aus seinerUmgebung herausreißen und in die Lust stellen; ich konntees um so weniger, als er einem Zeitraume angehört, inwelchem sich die Geschichte der Einzelvölker, der Einzel-staaten, der Einzelkirchen eben erst aus der kochenden Gäh-rungsmasse zweier Welten auszuscheiden beginnt, von denendie eine im Entstehen, die andere in der Auflösung be-griffen ist. Das Christenthum ergreift ohnedießdas ganze Leben, der Gesammtheiten sowohlals der Einzelmenschen, und erne Geschichteseiner Einführung in dieses Leben muß dasletztere selbst nach allen seinen Seiten an's