Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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damals vorläufig für die Kanzel bestimmt. Er fielest(sagte er mir oft) dachte noch überall nicht daran , wassich eigentlich aus ihm machen ließ.

Der größre Nutzen , den er von seinem neuen Ruftenthalt erhielt, kam weniger von dem dort geschöpftenöffentlichen Unterricht, als von dem häufigern Umgangmit seinen Altcrsgenoffen , die mehr um Leuthe gewesenals er, und hier und da kleine Kenntnisse aufgefangenhatten, die ihm gänzlich mangelten. Für ihn warenz. B. (erzählte er mehrmals) noch in seinem fünfzehntenJahre die Namen Zunft, Zunftmeister, Meistertag,Zwölfer, Schultheiß , Chorherr u. f. f. und noch mehrdie Sachen , völlige Räthsel, die man ihm auch, woer je um Entzieferung bat , schlecht genug auflöste.

In dem Kollegin Humanitatis, dessen Benennung ihmjedoch niemand rechtfertigte, gieng ihm allmalig, tt(fnigstens in der Latinitat, mehr Licht auf. Dort warder mit Jakob Zimmcrmann *) , und noch enger mitHeinrich lNeister **) bekannt : Aber, seiner vorzüglichenFreundschaft für diesen letztern ungeachtet, lesen wirdennoch in den Anmerkungen zu den Anekdoten:„ Zimmern,ann war schon damals der Denker, Meister„ mehr der Gedachtnißheld Da Lodmer aus seinemWikramschcn Ov-d die Mythologie gelernt hatte, hieltenihn seine Cameraden für einen Claßikcr. Er las denLurtiuo , weniger des Styls als der Geschichte wegen,welche mit den Abentheuern seines Herkules und Her-kuliskus so viel Aehnlichkeit hatten. Die Cicero, Vikgll,Hora; u. s. f. kannte er damals bloß dein Namen nach.In seinen Erholungsstunden waren itzt die Reisen des

*) Dem bekamiten treffichen Gottesgelehrte», den wir beyläufigunten tut mehren. Orte» naher werde» kenne» lerne». Er n-ardritthalb Jahre älter als Dodmer.

**) Starb als Pfarrhcrr zu Uüßnachtimd Decan >des ZürichseeW^luls A- i 78 i.

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