Lyon , und darauf nach Lauis *"> zu schicken, damitcr, besonders an letztcrm Ort , wo die Drellen, seineOncles, ein Filatorio hatten, Neigung für das Kauftmannswesen bekäme. Er trat seine Reise 1718. MitteMay an , und hielt sich zwey Monathe zu Genf auf").Mitte Julius kam er ganz unerwartet wieder nachHaus , um durch die Schweiß nach Italien zu gehn,weil er des Kriegs wegen den Mont- Cenis nicht paßirenmochte; blieb aber bloß wenige Tage zu Zürich undGreifensec; sah nur seine vertrautesten Freunde Hagen«buch , Dremngcr, Zimmermann , Nägelin , Thum»eist» *") , und trat dann über den St. Gotthard seineweitere Reise nach Lauts an. Der Geschmack für dieHandclschaft wollte ihm, auch nach einem jährigen Auf-enthalt an diesem Ort, nicht kommen. Dafür unterhielter mit seinen Freunden in Zürich desto emsiger einenunausgesetzten gelehrten und muntern Briefwechsel"").Eine Lustreise, die man ihn, bloß um der Mode willen,von Lauis aus nach Genua thun ließ , gab dem uncr-fahrncn Jüngling (wie cr sich in den Anekdoten selbstausdrückt) nur Pallaste statt der Menschen , und stattder Schiffe bloß die See zu sehen. In Bergamo hattecr bey einem Trödler einen Vida gekauft, und damitdem Handclsgeist andrer Cchweitzcr an diesem Ort vielzu lachen gegeben. Endlich war er so glücklich , daß
*) Der Hani'ko.t der ennetbiraischc» acmcincydgnößischei! VogteyLugano oder Lauis.
**) Einen Auszug seiner von dort aus geführten Correspondc»; s. inBeilage Aro. IV.
*") Meister war damals Vikar zu Seengen im Canton Bern,Aiegler zu Maschwanden.
"") Auch diesen findet man, eben sowohl als verschiedenes von denerile» litterarischen Schicksalen Brcitingcrs und Hagciwuch.-,sulmanzlich in Beylage Nro, v.